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02.04.2006

10:21 Uhr

Lage an der Elbe

Das Wasser steigt nicht mehr so stark

In den sächsischen Hochwassergebieten hat sich die Lage am Sonntag etwas entspannt. Die Elbe stieg nicht so stark an wie befürchtet. Dennoch herrscht weiter Katastrophenalarm.

HB DRESDEN. Der Pegelstand der Elbe sei zunächst bei 7,35 Meter stehen geblieben, sagte eine Sprecherin der Stadtverwaltung Dresden am Sonntagmorgen. Nach jüngsten Prognosen werden für Dienstag etwa 7,65 bis 7,85 Meter erwartet. Bei der Jahrhundertflut 2002 waren es 9,40 Meter gewesen. Nach Erreichen des Scheitelpunktes dauert es dann voraussichtlich mehrere Tage, bis das Wasser wieder sinkt.

Die Pegelstände von Schöna direkt an der Grenze zu Tschechien, Dresden und Torgau seien am Sonntagvormittag alle unter den am Vortag vorhergesagten Höhen gelegen, sagte eine Sprecherin des Hochwasserzentrums Sachsen. Als Grund dafür nannte sie den kontrollierten Abfluss der Talsperren im gesamten Einzugsgebiet der Elbe in Tschechien. Dort gab es am Sonntag weiterhin starke Niederschläge.

Die ganz Nacht über beobachteten Einsatzkräfte die Deiche. Im Dresdner Ortsteil Gohlis wurden Sickerstellen abgedichtet und weitere Sandsäcke aufgeschichtet. Der Ortsteil liegt in einer Senke und das Wasser schwappt hinein. Die Lage sei aber unter Kontrolle, ebenso in Laubegast und Zschieren. Mehr als 300 Bewohner von Gohlis sind bislang in Sicherheit gebracht worden. Einige Familien haben aber immer noch nicht ihre Häuser verlassen.

In zahlreichen Gebieten in Sachsen herrscht weiter Katastrophenalarm. Betroffen sind unter anderem Orte des Landkreises Sächsische Schweiz, Teile Dresdens, die Stadt Meißen und eine Siedlung in Riesa. In der Sächsischen Schweiz sind etwa knapp 4 000 Menschen vom Hochwasser betroffen, davon konnten bis Sonntagmorgen 650 noch nicht wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

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