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02.10.2017

16:32 Uhr

Las Vegas

Mann schießt auf Konzertbesucher, mehr als 50 Menschen sterben

VonMartin Dowideit

Ein einzelner Täter hat laut Polizei in Las Vegas aus einem Hotel auf eine Menschenmenge geschossen und mehr als 50 Menschen getötet. Mehr als 400 Personen sind verletzt. Ein Konzert wird zum Ort des Schreckens.

Täter identifiziert

Dutzende Todesopfer und Hunderte Verletzte in Las Vegas

Täter identifiziert: Dutzende Todesopfer und Hunderte Verletzte in Las Vegas

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Las VegasDer „Strip“ in Las Vegas, die Hauptstraße durch das Kasinoressort in der Wüste Nevadas, ist ein Symbol für ungezwungenes Feiern, ein Ort für ausgelassene Freude und eine Flaniermeile für Touristen aus den USA und aller Welt. Sie sind auf der Suche nach Erlösung vom Alltag. Der Ort wird mit dem Slogan beworben „What happens in Vegas, stays in Vegas“. Hier darf über die Stränge geschlagen werden, die Stadt und ihre Besucher behalten die Geheimnisse über Eskapaden für sich.

Doch als sich am Sonntagabend (Ortszeit) Country-Musik und Schusssalven zu einem tödlichen Medley vermischen, setzt der Lebenspuls der Stadt aus. Ein Konzertbesucher berichtet, Leute in der Menge hätten zuerst gedacht, ein Feuerwerk hätte begonnen. Doch nach einigen Augenblicken verstummt die Musik, Tausende Besucher des Festivals „Route 91 Harvest“ fliehen, werfen sich zu Boden. Dutzende Schüsse krachen weiter über den Platz. Ein Mann brüllt „Kill that fucker“.

In dem Moment ist noch unklar, dass es ein einzelner Schütze ist es, der sich im Mandalay-Bay-Hotel in der 32. Etage positioniert hat und von dort offensichtlich wahllos auf die Menge schießt. Später stellt sich heraus, dass bei dem Angriff mehr als 50 Menschen gestorben und mehr als 400 verletzt worden sind. Die Nachrichtenagentur AFP berichtet nach der Tat unter Berufung auf die Polizei, dass der Mann in dem Zimmer zehn Gewehre gehortet haben soll. Augenzeugen berichten davon, dass seine Schüsse wohl 20 Minuten angehalten hätten. Autofahrer widmen ihre Pick-up-Trucks in Krankenwagen um, um Angeschossene und gestürzte Personen so schnell wie möglich in Krankenhäuser zu bringen.

Viele Menschen hätten blutüberströmt am Boden gelegen, sagte ein junger Mann dem Sender CNN. Die Konzertbesucherin Cari Copeland Pearson sagte der Nachrichtenagentur dpa: „Wir krochen über Tote.“ Die Hotels am Strip seien auf Anweisung der Polizei abgeriegelt worden, teilt der Hotelbetreiber MGM Resorts wenig später mit. Die Gäste wurden angewiesen, sich in ihren Zimmer einzuschließen.

Die Fernsehsender zeigen wenig später immer wieder den Moment, als Sänger James Aldean seinen Auftritt abbricht und hinter die Bühne rennt. Wenig später bezeichnet er den Vorfall „mehr als schrecklich“.

Nach US-Medienberichten handelt es sich bei dem Schützen um den 64-jährigen Stephen Paddock aus dem Ort Mesquite, der etwas mehr als eine Fahrstunde nordöstlich von Las Vegas liegt. Nach Angaben der Polizei tötete sich der mutmaßliche Todesschütze wohl selbst: „Wir glauben, dass er sich selbst das Leben genommen hat, bevor wir eingedrungen sind“, sagte Bezirkssheriff Joseph Lombardo. Eine Frau, nach der die Behörden im Zusammenhang mit der Tat gefahndet hatten, wurde ausfindig gemacht.

Das Auswärtige Amt konnte am Montagvormittag noch keine Auskunft darüber geben, ob unter den Opfern deutsche Staatsbürger sind. „Unsere Kolleginnen und Kollegen der Botschaft Washington sind in engem Kontakt mit den US-Behörden und versuchen, Informationen zu sichern“, hieß es.

Die Extremistenmiliz Islamischer Staat beanspruchte die Attacke für sich. Über sein Sprachrohr Amak erklärte der IS, der Angreifer sei vor einigen Monaten zum Islam konvertiert. Die Polizei schloss einem extremistischen Hintergrund aus.

Mit Material von dpa.

Kommentare (6)

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Herr Carlos Santos

02.10.2017, 10:22 Uhr


Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Carlos Santos

02.10.2017, 12:05 Uhr


Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Metin Mert

02.10.2017, 13:42 Uhr

God bless America, Nevada and LV.

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