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01.04.2013

21:55 Uhr

Lawinenunglück

Drei Wintersportler in Südtirol tödlich verunglückt

Bei einem Lawinenunglück in Südtirol sind drei Wintersportler ums Leben gekommen. Die Opfer kommen aus Italien und Deutschland. Die Suche nach einem weiteren Vermissten ist vorerst eingestellt worden.

Am Montag habe Lawinenwarnstufe drei auf der fünfteiligen Skala geherrscht. ap

Am Montag habe Lawinenwarnstufe drei auf der fünfteiligen Skala geherrscht.

BozenBei einem Lawinenabgang in Südtirol sind am Ostermontag drei Männer ums Leben gekommen, unter ihnen ein Deutscher. Das bestätigte ein Sprecher der Bergrettung der Nachrichtenagentur dpa. Die Identität des Deutschen war zunächst noch unklar, die beiden anderen Toten waren übereinstimmenden Medienberichten zufolge Italiener aus dem Trentino. Ein vierter Wintersportler aus Deutschland wurde am Abend auch nach stundenlanger Suche noch vermisst. Die Suche sei am Abend vorläufig eingestellt worden.

Die Skitourengeher seien in einer größeren Gruppe unterwegs gewesen, als einige von ihnen von den herabstürzenden Schneemassen erfasst wurden, berichtete das Nachrichtenportal „Südtirol Online“. Möglicherweise hätten sie die Lawine unterhalb der Vorderen Schöntaufspitze im Vinschgau selbst ausgelöst. Der Sprecher der Bergrettung sagte, es seien mehrere Gruppen in dem Gebiet unterwegs gewesen. Daher sei es unklar, was die Lawine ausgelöst habe. Das zuständige deutsche Generalkonsulat in Mailand war eingeschaltet, nähere Angaben gab es vom Auswärtigen Amt aber nicht.

Eine andere Gruppe von Alpinisten hatte das Unglück am Mittag beobachtet und die Rettungskräfte alarmiert. Mehrere Hubschrauber und die Bergwacht waren im Einsatz und suchten nach den Opfern. Die drei Leichen konnten geborgen und mit einem Hubschrauber ins Tal geflogen werden.

Das Unglück ereignete sich in der Ortlergruppe in den Ostalpen. In der Region gab es in den vergangenen Tagen viel Neuschnee, weshalb die Lawinengefahr hoch und mit der Stufe 3 auf der Skala von 1 bis 5 angegeben war. Bei strahlendem Sonnenschein waren am Ostermontag viele Touristen in der Region unterwegs.

Am Dienstag vergangener Woche waren ebenfalls in Südtirol zwei Menschen bei einem Lawinenabgang getötet worden. Im Piemont starb am Ostersonntag ein Mensch durch eine Lawine, ein zweiter wurde verletzt.

Von

afp

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