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26.01.2014

18:09 Uhr

Leck in Biogas-Anlage

Zwei Millionen Liter Gülle laufen aus

Großeinsatz gegen eine Gülle-Flut: Rund 200 Feuerwehrleute waren nötig, um ein Leck in einer Biogasanlage abzudichten. Die Umweltschäden fallen trotz der enormen Menge überraschend gering aus.

Feuerwehrleute vor der defekten Biogasanlage mit 4 Millionen Liter Gülle. dpa

Feuerwehrleute vor der defekten Biogasanlage mit 4 Millionen Liter Gülle.

Bad BramstedtRund zwei Millionen Liter Gülle sind aus einem leckgeschlagenen Behälter einer Biogasanlage bei Bad Bramstedt in Schleswig-Holstein ausgelaufen. Die Feuerwehr war am Samstag stundenlang mit rund 200 Einsatzkräften - unter anderem einem Umweltzug - vor Ort, um das Ausbreiten der Gülle einzudämmen, wie Klaus-Dieter Lau von der Feuerwehr Bad Bramstedt sagte. Ursache sei ein abgerissenes Ventil. In dem Behälter befanden sich etwa vier Millionen Liter Gülle.

Mit einem Traktor, der mit seiner Ladeschaufel einen großen, mit Sand gefüllten Kunststoffsack gegen das Leck drückte, gelang es den Einsatzkräften schließlich, das Loch zu schließen und den Güllefluss zu stoppen. Gleichzeitig hatten die Einsatzkräfte damit begonnen, die Flüssigkeit in einen benachbarten Behälter umzupumpen.

Hinweise auf größere Umweltschäden gab es nach Laus Angaben zunächst nicht. Der Umweltzug nahm Messungen vor. 99 Prozent der ausgelaufenen Gülle seien in der vorgeschriebenen 1,5 Hektar großen und mit einem kleinen Wall umgebenen Auffangfläche geblieben. Nur ein kleiner Teil sei durch eine alte Drainage in einen Bach geflossen. Diese Drainage sei aber rasch verschlossen worden.

Die Geruchsbelästigung bei dem Einsatz sei wegen der niedrigen Temperaturen gering gewesen: „Im Hochsommer wäre das aber doof gewesen.“ Die ausgelaufene und teilweise überfrorene Gülle im Auffangbecken soll der Anlagenbetreiber jetzt abtragen.

Von

dpa

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