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22.01.2005

14:06 Uhr

Leichenschmaus für Obdachlose

Moshammer neben seiner Mutter beigesetzt

Rudolph Moshammer ist am Samstagmorgen auf dem Münchner Ostfriedhof in der Familiengruft neben seiner Mutter beigesetzt worden. Nach der Beerdigung wurden Obdachlose zum Leichenschmaus geladen.

HB BERLIN. Nachdem der evangelische Pfarrer Christian Stalter in der Aussegnungshalle des Friedhofs das Vaterunser und die Fürbitten gesprochen hatte, ist Rudolph Moshammer auf dem Ostfriedhof beigesetzt worden. Direkt hinter dem Sarg ging auf dem Weg zur Gruft Moshammers Fahrer Andreas K., der den Hund Daisy auf dem Arm trug.

Laut Sat.1 hält der tote Moshammer im Sarg eine Locke von Daisy in den Händen. Neben dem Chauffeur ging die Münchner Society-Lady Renate Hirsch-Giacomuzzi. Darüber freute sich die Sat.1-Society-Expertin Sibylle Weischenberg, laut der wegen der Umstände des Todes von Moshammer einige Prominente der Trauerfeier fernblieben.

Der Zug von etwa 1400 Trauergästen wurde angeführt von der Tölzer Stadtkapelle, die den Trauermarsch von Ludwig van Beethoven spielte. Vor dem Mausoleum brannten Feuer in großen Metallschalen.

«Warum soll es nicht so sein, dass auch uns einmal ein neues Leben geschenkt wird», sagte der Geistliche vor dem Mausoleum, in dem unter einem zehn Meter hohen steinernen Baldachin 1993 bereits Moshammers Mutter beigesetzt worden war. Oder wie ein Passant vor der Moshammer Boutique meinte: «Wir sehen uns alle im Himmel wieder». Vor dem Moshammer-Mausoleum hatten viele Trauernde Grablichter mit Jesus-, Marien- oder Moshammer-Bildchen aufgestellt.

Nach der Beerdigung wird es einen Leichenschmaus geben, zu dem auch Obdachlose geladen sind.

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