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08.01.2015

07:48 Uhr

Leipziger Polizei

Vermummte greifen Dienststelle an

Vermummte haben am Mittwochabend die Außenstelle der Polizei in Leipzig angegriffen. Die rund 50 Maskierten haben unerkannt flüchten können. Verletzt wurde niemand. Bei dem Angriff ist ein hoher Schaden entstanden.

Maskierte haben die Dienststelle der Leipziger Polizei angegriffen. dpa

Maskierte haben die Dienststelle der Leipziger Polizei angegriffen.

LeipzigRund 50 Maskierte haben eine Außenstelle der Polizei im Leipziger Stadtteil Connewitz angegriffen. Nach Angaben der örtlichen Polizeidirektion schleuderten sie am Mittwochabend Pflastersteine, Farbbeutel und eventuell auch Feuerwerkskörper gegen die Fensterfront. Es sollen viele Scheiben – auch aus Sicherheitsglas – stark beschädigt worden sein. Der Schaden liege „deutlich im fünfstelligen Bereich“, sagte ein Sprecher. Die dunkel gekleideten Angreifer, die wahrscheinlich der linken Szene angehören, hätten unerkannt flüchten können. Verletzt wurde niemand. Es werde wegen schweren Landfriedensbruchs ermittelt.

Islamistischer Terror in Deutschland - Eine Chronologie

April 2002: Terrorgruppe Al-Tawhid

Der Polizei gehen mutmaßliche Anhänger der Al-Kaida-nahen Terrorgruppe Al-Tawhid ins Netz. Die Männer planten Angriffe auf das jüdische Gemeindezentrum in Berlin und jüdische Gaststätten in Düsseldorf. Sie müssen bis zu acht Jahre hinter Gitter.

März 2003: Terrorpläne gegen amerikanische Einrichtungen

Ein Tunesier wird verhaftet, der angeblich Attentate gegen amerikanische und jüdische Einrichtungen plante. Vor Gericht kann ihm das nicht bewiesen werden. Die Bundesanwaltschaft bleibt jedoch der Ansicht, dass ein Horrorszenario verhindert wurde.

März 2004: Islamistengruppe Ansar al Islam

Mitglieder der kurdisch-irakischen Islamistengruppe Ansar al-Islam planten, den damaligen irakischen Ministerpräsidenten Ijad Allawi während eines Deutschland-Besuches zu ermorden. Die Polizei hört ihre Telefongespräche ab und nimmt drei Männer fest. 2008 wird der Haupttäter zu zehn Jahren Haft verurteilt.

Juli 2006: Kofferbomber in Köln

Im Kölner Hauptbahnhof werden in zwei Regionalzügen Kofferbomben gefunden. Wegen Technikfehler explodierten sie nicht. Wenige Wochen später werden die Täter gefasst. Im Dezember 2008 wird der „Kofferbomber von Köln“ zu lebenslanger Haft verurteilt. Auslöser für die Tat waren laut Urteil Mohammed-Karikaturen in Zeitungen.

September 2007: Sauerland-Gruppe

Die islamistische Sauerland-Gruppe wird festgenommen. Vor Gericht müssen sich die vier Mitglieder wegen der Planung von Terroranschlägen auf Diskotheken, Flughäfen und US-Einrichtungen in Deutschland verantworten. 2010 werden sie zu Strafen bis zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt.

März 2011: Angriff auf US-Soldaten

Ein junger Kosovo-Albaner erschießt auf dem Flughafen in Frankfurt (Main) zwei US-Soldaten und verletzt zwei weitere schwer. Er gilt als extremistischer Einzeltäter. Auslöser für seine Tat soll ein Internetvideo gewesen sein, in dem angeblich US-Soldaten ein Haus in Afghanistan plündern und ein Mädchen vergewaltigen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Hermann Paul

08.01.2015, 12:58 Uhr

Vermummte greifen Dienststelle der Leipziger Polizei an..

Was könnte man in einer Polizeiwache haben wollen ???

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