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15.06.2014

16:40 Uhr

Libysche Küste

Italien rettet 1500 Bootsflüchtlinge in 24 Stunden

Fünf Mal rückte Italiens Marine am Wochenende aus, um Bootsflüchtlinge im Mittelmeer zu retten. Über 1500 wurden an Land gebracht. Einige Menschen konnten nach einem Schiffsunglück jedoch nur tot geborgen werden.

Küstenwache rettet erneut Hunderte Flüchtlinge

Video: Küstenwache rettet erneut Hunderte Flüchtlinge

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RomDie italienische Marine hat am Wochenende mehr als 1500 Bootsflüchtlinge im Mittelmeer gerettet. Binnen 24 Stunden seien fünf Einsätze angelaufen, teilten die Behörden am Sonntag mit. Bei einem dieser Einsätze konnten nach einem Schiffbruch vor der libyschen Küste zehn Flüchtlinge nur noch tot geborgen werden.

Nach Angaben der Marine war ihr Boot am Freitag rund 75 Kilometer vom nordafrikanischen Festland entfernt gesunken. 39 Menschen wurden gerettet. Wo sie herkamen, war zunächst nicht bekannt. Sie wurden am Sonntag zusammen mit 767 anderen geretteten Bootsflüchtlingen nach Palermo auf Sizilien gebracht. An der Rettungsaktion vor der libyschen Küste waren auch ein Marinehubschrauber, ein Schiff der Hafenbehörden und ein Frachtschiff beteiligt.

Im Mittelmeer ertrinken immer wieder Flüchtlinge aus Afrika und dem Nahen Osten auf dem Weg nach Europa. Nach zwei Schiffbrüchen im Oktober mit mehr als 400 Toten startete Italien die Aktion „Mare Nostrum“ (Unser Meer) zur Rettung von Bootsflüchtlingen.

Vor der italienischen Südküste wurden am Wochenende knapp 300 Bootsflüchtlinge aufgegriffen. Sie seien auf einem 20 Meter langen Fischkutter auf dem Weg von Griechenland nach Italien gewesen und stammten nach eigenen Angaben aus Syrien, teilte die Küstenwache am Samstag mit.

Zwei Patrouillenboote der Küstenwache und ein Schiff der Steuerpolizei hätten die 281 Menschen rund 150 Kilometer vor der Küste Kalabriens an Bord genommen. Unter ihnen seien 93 Kinder und 6 Frauen, einige bei sehr schlechter Gesundheit.

Von

dpa

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