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17.03.2014

15:19 Uhr

Limburger Bischof

Rom spricht von „Rufmordkampagne“

Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst bekommt Rückenwind aus dem Vatikan. Dort ist die Rede von einer „Rufmordkampagne“. Ist dies schon ein Vorgeschmack auf die in Kürze erwartete Entscheidung des Papstes?

Tebartz-van Elst im Fokus: Die Entscheidung des Papstes zur Zukunft des Limburger Bischofs steht kurz bevor. dpa

Tebartz-van Elst im Fokus: Die Entscheidung des Papstes zur Zukunft des Limburger Bischofs steht kurz bevor.

Mainz/LimburgDer umstrittene Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst kann weiterhin auf Rückendeckung aus dem Vatikan zählen. Der Präfekt der Glaubenskongregation in Rom, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, bezeichnete die Kritik als „Rufmordkampagne“.

„Da gibt es offenbar Lust auf Menschenjagd“, sagte Müller der Mainzer „Allgemeinen Zeitung“ (Montag). Dass jemand „derart niedergemacht“ werde, sei menschenunwürdig. „So etwas hatten wir in Deutschland früher schon mal in einer ganz dunklen Epoche“, sagte Müller.

Müller vermag weiter keine kirchenrechtlichen Gründe zu erkennen, den Limburger Bischof abzusetzen. Man müsse sich fragen, ob „gezielt Widerwillen gegen Tebartz gezüchtet wurde. Es ist ja heutzutage leicht, Stimmungen in der Öffentlichkeit aufzubauen“, sagte Müller.

Die Entscheidung des Papstes im Fall Tebartz-van Elst, dem Prunksucht und intransparentes Finanzgebaren vorgeworfen wird, wird in Kürze erwartet.

Aussagen des Trierer Bischofs Stephan Ackermann und des Freiburger Erzbischofs Robert Zollitsch, Müller solle sich mangels Zuständigkeit aus dem Fall Tebartz-van Eltz heraushalten, wies Müller zurück: Ackermann und Zollitsch sollten sich auf Kollegialität und christliches Verhalten ihren Mitbrüdern gegenüber besinnen.

Die Laienbewegung „Wir sind Kirche“ wiederum bezeichnete Müllers Wortwahl bei der Rückendeckung für Tebartz-van Elst einschließlich seiner Anspielung auf die NS-Zeit als unerträglich und fundamentalistisch.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

17.03.2014, 18:49 Uhr

Ja, es ist ganz zweifellos eine Rufmordkampagne, die diesen Bischof ereilt hat. Ich sage als langjähriger Projektentwickler, Projektleiter und Bauingenieur, dass dieser Gottesmann überhaupt nicht ermessen konnte, welche Kosten dieses Bauvorhaben verursachen würde - ein Bauvorhaben, das zudem noch in seiner jetzigen Ausprägung entschieden war, bevor der Bischof dort installiert wurde. Auch ist es vollkommen unmöglich, dass es nur eine Person geben soll, die über die Finanzen die Hoheit hatte. Es wird ein ganzes Projektteam (kirchenintern und kirchenextern) gegeben haben, das jede Kostenstelle auf Wirtschaftlichkeit, Machbarkeit und Finanzierbarkeit geprüft hat, bevor der Auftrag an die Unternehmer erteilt wurde. Man hat diesem Bischof sehr, sehr böse mitgespielt - und die Qualitätsmedien haben sich täglich mit Schaum vor den Lippen an dieser widerlichen Hatz beteiligt. Euch soll der Te**** holen!

Account gelöscht!

18.03.2014, 05:38 Uhr

Der Bischof ist nicht das erste Opfer einer Medienkampagne.Seit der unseligen Kampagne gegen
Eva Hermann lernte ich,dass etwa alle sechs Monate
derlei in Deutschland ueber eine Person hereinbricht.
Zuerst dachte ich ,die Journalisten muessten jeden Tag die Welt neu erfinden, um ihre Arbeiten zu verkaufen.
Inzwischen habe ich die Logik dieser Kampagnen begriffen:die Deutschen sind sich ihrer selbst so
unsicher,dass es einer Opferhandlung bedarf,um sich
auf der Seite des Guten zu wissen.-Nicht einmal das Koenigsopfer ist dieser Gesellschaft fremd.


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