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13.03.2011

02:55 Uhr

Liveticker

Der Handelsblatt-Liveticker zu den aktuellen Ereignissen.

Japan kämpft gegen die Bebenschäden und eine Atomkatastrophe. Die Nachrichten im Ticker:

+++ 03:21 +++

Die Radioaktivität auf dem Gelände des beschädigten Atomkraftwerks Fukushima Eins hat die gesetzlichen Grenzwerte überschritten. Das berichtete der japanische Fernsehsender NHK unter Berufung auf die Betreibergesellschaft TEPCO. Zuvor waren nach neuen Angaben 19 Menschen in der Region radioaktiven Strahlen ausgesetzt gewesen.

+++ 02:55 +++

Ein starkes Nachbeben hat am Sonntagmorgen den Großraum der japanischen Hauptstadt Tokio erschüttert. In der Stadt wankten Hochhäuser.

+++01:38 +++

Bei dem schweren Atomunfall im japanischen Kraftwerk Fukushima Eins treten immer neue Probleme auf. Experten sind dabei, aus einem weiteren Reaktor radioaktiven Dampf nach außen abzulassen, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo News am Sonntag. Die Agentur berief sich dabei auf den japanischen Regierungssprecher Yukio Edano. Zuvor hatten Experten aus einem anderen kaputten Reaktor Dampf abgelassen, um den Druck im Inneren der Atomanlage zu senken.

+++ 00:42 +++

Die Evakuierung des Gebiets rund um die beiden Atomkraftwerke in Fukushima betrifft inzwischen rund 200 000 Menschen. Es werden die Gebiete im Umkreis von 20 Kilometern um das AKW Fukushima Eins und im Umkreis von 10 Kilometern um Fukushima Zwei evakuiert. 170 000 Menschen seien bei dem ersten und 30 000 Menschen bei dem zweiten Atomkraftwerk betroffen. Die Evakuierung sei aber noch nicht beendet, hieß es.

+++ 00:31 +++

Wie die Nachrichtenagentur Kyodo am Sonntagmorgen (Ortszeit) meldete, sind in der Nähe des Kraftwerks Fukushima 15 Personen verstrahlt worden. Vorher hieß es, dass drei Menschen aus der evakuierten Zone im Umkreis der Anlage verstrahlt worden seien.

+++ 00:10 +++

Zehn deutsche Energietechniker des Kraftwerkherstellers „Areva“ haben einem Medienbericht zufolge während des schweren Erdbebens in Japan auf dem Gelände des Unglücksreaktors Fukoshima I gearbeitet, in dem jetzt eine Kernschmelze droht. Das bestätigte der Leiter der Unternehmenskommunikation, Mathias Schuch, der Zeitung „Bild am Sonntag“. „Sie haben das Kraftwerk nach dem Beben sofort verlassen und sind ins Landesinnere geflohen. Alle zehn sind gesund und wohlauf“, sagte er. Die Techniker hätten in dem Reaktorblock 4, der schon vor dem Beben abgeschaltet worden war, Wartungsarbeiten durchgeführt.

+++ 23:51 +++

Die japanische Nuklearsicherheitsbehörde hat einen Störfall in einem zweiten Reaktor des AKW-Komplexes Fukushima Daiichi gemeldet. Am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) berichtete die Behörde von einer Störung des Kühlbetriebs in Block 3. Sie sei vom AKW-Betreiber Tokyo Electric darüber unterrichtet worden. Einzelheiten über die Probleme bei Block 3 waren zunächst nicht bekannt.

+++ 23:31 +++

Der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) zufolge werden 170.000 Menschen aus der Umgebung des beschädigten Atommeilers Fukushima Daiichi evakuiert. Die Anwohner in 20 Kilometer Umkreis wurden angewiesen, die Gegend zu verlassen, berichtete die UN-Behörde. Der Sperrkreis war von 10 auf 20 Kilometer erweitert worden. Beim Räumungsbefehl für die engere Umgebung war von über 50.000 Menschen die Rede gewesen.

+++ 22:39 +++

Frankreichs Industrieminister Eric Besson ist Befürchtungen zur Sicherheit französischer Nuklearanlagen entgegengetreten. „Alle französischen Kraftwerke wurden unter Berücksichtigung der seismischen Risiken und der Überflutungsgefahr konstruiert“, sagte Besson am Samstag in Paris nach einem eilig einberufenen Treffen mit Vertretern der französischen Atomindustrie. Der Unfall in der japanischen Atomanlage Fukushima sei „nach den uns zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen ein schwerer Unfall, aber keine nukleare Katastrophe“.

+++ 22:27 +++

Die Berliner Morgenpost geht mit den deutschen Politikern hart ins Gericht: Angesichts des apokalyptischen Bebens und des nachfolgenden Tsunami sei es geradezu unanständig, wenn deutsche Politiker das
Drama missbrauchen und mit Atom-Appellen ihre Chancen bei den anstehenden Landtagswahlen zu verbessern suchen, heißt es in einem Kommentar der Zeitung. Derlei Opportunismus gehöre sich einfach nicht.
Statt mit der Angst politisches Geschäft zu machen, gebühre zunächst einmal großer Respekt den Menschen in Japan, die in dieser Katastrophe bislang bemerkenswerte
Disziplin, Zusammenhalt und Ruhe gezeigt hätten.

+++ 22:05 +++

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) sieht die Kernenergie als Auslaufmodell. In einem Interview der ARD-Sendung „Tagesthemen“ sagte Röttgen am Samstagabend: „Wir betrachten sie als
Brücke, das heißt, sie ist ein Auslaufmodell.“ Die Ereignisse dieser Tage hätten bewusst gemacht, „dass wir eine andere Energieversorgung brauchen.“ Die japanischen
Kernkraftwerke seien mit Blick auf die Erdbebengefährdung besonders sicher ausgelegt worden, sagte der auch für die Reaktorsicherheit zuständige Minister. „Und
trotzdem ist es passiert.“ Für eine präzise Beurteilung der Lage reichten die vorhandenen Informationen noch nicht aus, sagte Röttgen. „Wir können keine Konsequenzen
ausschließen, auch nicht den äußersten Fall einer Kernschmelze.“

+++ 21:24 +++

Eine eventuelle radioaktive Wolke würde bei der gegenwärtigen Witterung von Japan aus zunächst auf den Pazifik hinaus und etwa einen Tag später in Richtung der Philippinen ziehen. Das haben Berechnungen von Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) über eine mögliche Ausbreitung eventuell kontaminierter Luftmassen ergeben. West- und Mitteleuropa sowie der europäische Luftraum wären danach insbesondere aufgrund der großen Entfernung bislang nicht betroffen, teilte der DWD am Samstagabend mit.

In Deutschland sei allenfalls mit Auswirkungen zu rechnen, die nur Bruchteile des hiesigen natürlichen Strahlenaufkommens ausmachen, hieß es in einer Mitteilung des
Bundesumweltministeriums. Gesundheitliche Beeinträchtigungen für die deutsche Bevölkerung seien nicht zu befürchten.

+++ 21:12 +++

Satellitendaten aus Deutschland zeigen, dass der Tsunami stellenweise bis zu fünf Kilometer ins Land vorgedrungen ist. „Wir können die schweren Schäden an Straßen, Brücken, Gebäuden gut erkennen. Dies sind wichtige Informationen für die Helfer vor Ort“, erklärte Stefan Voigt, Wissenschaftler am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Experten des DLR hatten 36 Stunden lang Daten und Satellitenbilder ausgewertet.

+++ 21:01 +++

Erdbeben und Tsunami haben neuesten Informationen zufolge vermutlich mehr als 1800 Menschen ums Leben. Diese Zahl ergibt sich nach Meldungen der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo aus der bisher von der Polizei bestätigten Zahl von 687 Toten und der Zahl der Vermissten. Allerdings wird erwartet, dass die Zahl noch deutlich steigen wird.

+++ 20:13 +++

Die japanische Regierung befürchtet eine Energiekrise und bittet die Bevölkerung, Strom zu sparen. Gleichzeitig wurde Russland um erhöhte Energielieferungen gebeten.

+++ 19:35 +++

Wie die Bahngesellschaft Japan Rail mitteilt, sind die fünf vermissten Züge inzwischen gefunden worden. Zu den im Bezirk Miyagi verkehrenden Waggons gab es zunächst keinen Kontakt mehr. Alle Fahrgäste seien in Sicherheit, die Passagiere und Personal hätten das Unglück ohne Verletzungen überlebt.

+++ 19:24 +++

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat das Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung als "vermutlich ziemlich gering" eingestuft. Es sei "offenbar nur sehr wenig Strahlung ausgetreten", berichtete Sprecher Gregory Hartl der Nachrichtenagentur Reuters.

+++ 19:17 +++

Gerd Jäger, Technikvorstand des Energiekonzerns RWE, sieht trotz des Atomunfalls in Japan keinen Grund, die Laufzeitverlängerung für deutsche Meiler bis 2035 zu überdenken. „In Deutschland werden mit gutem Grund höchste Sicherheitsstandards für Kernkraftwerke angesetzt, und sie werden von uns erfüllt“, sagte er der „Welt am Sonntag“. „Die Anlagen werden von uns regelmäßig überprüft und kontinuierlich auch weiterentwickelt. Dabei werden die Sicherheitsreserven immer weiter erhöht.“

Dach von AKW eingestürzt

Video: Dach von AKW eingestürzt

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+++ 19:04 +++ Das Auswärtige Amt geht Hinweisen nach, wonach sich ein deutscher Kernenergietechniker im Katastrophengebiet rund um das japanische Atomkraftwerk Fukushima aufhalten könnte. Man stehe mit dessen Angehörigen in engem Kontakt, sagte eine Sprecherin am Samstag der dpa.

+++ 19:02 +++

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Überprüfung der Sicherheitsstandards bei den deutschen Atomkraftwerke angekündigt. Dies werde gemeinsam mit den zuständigen Länderministern geschehen. „Die Geschehnisse in Japan sind ein Einschnitt für die Welt“, sagte Merkel am Samstagabend in Berlin. Wenn in einem solch hoch entwickelten Land wie Japan mit höchsten Sicherheitsstandards ein solcher Unfall passiere, könne „auch Deutschland nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“.

+++ 18:39 +++

Nach Aussage der Betreibergesellschaft Tepco werden bei dem explodierten Reaktor die Kühlwasserpumpen weiter von Generatoren der Armee angetrieben, er sei nicht von einer Kernschmelze bedroht. Unter dem Dach im Dienstbereich habe sich Dampf aus beschädigten Rohren des inneren Kühlkreislaufs gesammelt und es schließlich abgesprengt. Das Dach war aber ein normales Dach, ähnlich wie bei einer Fabrikhalle. Zudem sei die Betonstruktur unter dem Dach "wahrscheinlich" unbeschädigt. Der Zwischenfall wurde auf der Ines-Skala zunächst als Stufe 4 klassifiziert, ein "Unfall mit örtlich begrenzten Auswirkungen", was ihn auf eine Stufe mit Saint-Laurent in Frankreich 1980 oder Tokai Mura 1999 setzt. Der Sicherheitshülle "gehe es gut".

+++ 18:01 +++

Der Hamburger Elektrizitätsnetzbetrieb mk-grid nimmt den atomaren Störfall zum Anlass und untersagt unter Berufung auf den Schutz der öffentlichen Sicherheit bis auf Weiteres den Netzzugang für Strom aus Atomkraftwerken.

+++ 17:44 +++

300 Millionen Yen (rund 2,6 Mio. Euro) spendet der Autohersteller Toyota, um den Erdbebenopfern Soforthilfe zu leisten, meldet Nikkei Online.

+++ 17:27 +++

Greenpeace warnt vor einer weiteren Kernschmelze. Neben Block 1 sei auch ein weitere Kraftwerksblöcke gefährdet. „Fünf von zehn Reaktoren in Fukushima sind ohne Kühlung“, sagte der Sprecher unter Verweis auf Informationen aus der Krisenregion.

Kommentare (10)

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weltenbummler

12.03.2011, 10:31 Uhr

Spinner.

Account gelöscht!

12.03.2011, 10:40 Uhr

Kann man den Müll von Benutzer Markus nicht löschen lassen?

Ernst

12.03.2011, 10:41 Uhr

Ein Depp bleibt halt ein Depp ...kqEgA1

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