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06.01.2014

18:55 Uhr

Lotto 2013

Deutsche und Spanier sahnen ab

NRW ist das Bundesland der deutschen Lottosieger 2013. Dort ging das Meiste der insgesamt 3,4 Milliarden Euro hohen Gewinnsumme hin. In Spanien hat hingegen ein einziges Dorf einen Milliarden-Gewinn abgesahnt.

Ein Lottoschein beim Ankreuzen der Zahlen. In Deutschland gewannen 2013 92 Menschen insgesamt 3,4 Milliarden Euro. imago stock&peopleimago

Ein Lottoschein beim Ankreuzen der Zahlen. In Deutschland gewannen 2013 92 Menschen insgesamt 3,4 Milliarden Euro.

Saarbrücken/Madrid„El Niño“, das Jesuskind, hat eine ganze Arbeiter-Kleinstadt im Nordwesten Spaniens in Ekstase versetzt. Nachdem die Weihnachts-Lotterie „El Gordo“ in Spanien bereits Gewinne von 2,2 Milliarden Euro ausgeschüttet hatte, bescherte die Jesuskind-Lotterie dem Krisenland am Montag einen Geldregen von insgesamt 560 Millionen Euro. Dabei gingen sowohl der Sonderpreis von 40 Millionen als auch weitere Hauptgewinne in Gesamthöhe von 80 Millionen Euro nach Angaben der Lotteriegesellschaft an die 19.300-Einwohner-Gemeinde Monforte de Lemos in Galicien. Die Wirtschaftskrise machte sich jedoch bemerkbar: 2013 hatte „El Niño““ noch 840 Millionen verteilt.

Nahezu überall knallten in der Talgemeinde der Provinz Lugo die Sektkorken. Bürgermeister Severino Rodríguez erklärte der Nachrichtenagentur efe warum: „Die Gewinne sind schon ziemlich verteilt. Eigentlich jeder, den ich kenne, hat ein Teillos mit Gewinn. Wir sind deshalb sehr glücklich, das ist eine große Hilfe in diesen schwierigen Zeiten.“ Mit dem Geld würden die Menschen „viele Probleme lösen können“, der Geldregen werde der gesamten Stadt „Mut und Selbstvertrauen einflößen“. Laut Medien sind unter den Gewinnern viele verarmte Menschen.

Weitere Hauptgewinne der traditionsreichen Lotterie des Dreikönigstags entfielen nach Medienberichten unter anderem an Gemeinden der Provinzen Barcelona, Almería, Cádiz und Córdoba. In der 3200-Einwohner-Gemeinde Luque (Córdoba) in Andalusien kam nach Bekanntgabe der Losnummern die traditionelle Olivenernte zum Erliegen. Zehn Erntearbeiter sollen unter den Gewinnern sein, sagte der Besitzer einer Bar, in der Lose verkauft wurden. „Nun sind sie alle hier mit Familie, Freunden und Kollegen am Feiern“, fügte er an.

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Die Lotto-Spieler in Deutschland haben im vergangenen Jahr insgesamt 3,4 Milliarden Euro gewonnen - 92 Menschen wurden zu neuen Lotto-Millionären. Allein über zwei Milliarden Euro Gewinn hätten die Landeslottogesellschaften an die Spieler von Lotto „6 aus 49“ ausgezahlt, teilte federführend Saarland-Sporttoto am Montag in Saarbrücken mit. Von den 92 Lotto-Millionengewinnen kamen 47 von „6 aus 49“ und 19 vom Spiel 77. Dazu gab es zwölf neue Millionäre aus der Glücksspirale, drei aus dem Eurojackpot, zwei aus Bingo, einen aus Keno und acht aus Sonderauslosungen.

Eine Umfrage unter den Landeslottogesellschaften hatte am Sonntag zunächst 90 neue Lotto-Millionäre ergeben. Die Differenz kommt laut Lotto zustande, weil ein Millionär aus einer Sonderauslosung bei Lotto Niedersachsen zunächst übersehen wurde. In Rheinland-Pfalz sei noch ein Neu-Millionär, der bei Keno gewonnen hatte, hinzugekommen.

Für das Gemeinwohl brachten alle Spieler 2,8 Milliarden Euro zusammen, teilte Saarland-Sporttoto mit. Das seien rund zehn Prozent mehr als im Jahr zuvor. Davon habe auch der Breiten- und Spitzensport profitiert, der mit rund 440 Millionen Euro gefördert worden sei. Der Umsatz aller Lotto-Angebote lag bei rund sieben Milliarden Euro. In diesem Jahr will Lotto verstärkt Angebote für 20- bis 40-Jährige machen. Sie stünden sonst in Gefahr, auf illegale und unseriöse Anbieter zurückzugreifen, teilte Saarland-Sporttoto mit.

Die meisten der 92 neuen Lotto-Millionäre, nämlich 23, kamen Lotto Deutschland zufolge aus Nordrhein-Westfalen. Dahinter rangierten die Länder Baden-Württemberg, Bayern und Niedersachsen mit jeweils 13 Tippern sowie Hessen mit 12 Tippern. Ein Hesse war es auch, der den Eurojackpot im April von rund 46 Millionen Euro knackte - Rekord.

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