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17.03.2012

12:06 Uhr

Margot Käßmann

„Froh, den Debatten entronnen zu sein“

Ohne Öffentlichkeit geht's auch: Pastorin Margot Käßmann ist froh über den Verlust ihrer politischen Bedeutung. Die Ex-EKD-Vorsitzende empfand das ständige Interesse als Last.

Die EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann in Hannover. dpa

Die EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann in Hannover.

HannoverDie frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Margot Käßmann, ist erleichtert, sich nicht mehr zu politischen Angelegenheiten äußern zu müssen. „Ich habe kein öffentliches Amt mehr, so gibt es keine Verpflichtung, sich zu tagespolitischen Dingen zu äußern“, sagte Käßmann der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Samstagsausgabe). „Und, glauben Sie mir: Ich bin froh, diesen Debatten entronnen zu sein.“

Das ständige Interesse, „was nun die Bischöfin oder EKD-Ratsvorsitzende zu irgendeinem Thema sagt, war auch eine große Belastung“.

Auch wenn ihr gelegentlich anderes unterstellt werde - sie vermisse die öffentliche Bühne nicht, beteuerte Käßmann. Nach ihrem Rücktritt als EKD-Vorsitzende habe sie überlegt, ob „Politik, Universität und noch manches mehr“ eine Perspektive für sie sei. „Mir ist aber klar geworden: Am Ende ist mein Arbeitsfeld als Pastorin die Kirche.“

Käßmann war von ihrem Amt als Ratsvorsitzende im Februar 2010 nach nur wenigen Wochen zurückgetreten, nachdem sie alkoholisiert mit ihrem Auto über eine rote Ampel gefahren war.

Von

afp

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