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20.08.2011

20:18 Uhr

Massaker in Norwegen

Überlebende kehren nach Utöya zurück

Vier Wochen nach dem Massaker in Norwegen sind Überlebende auf die Insel Utöya zurückgekehrt. Für viele eine Chance, ihre traumatischen Erlebnisse mit Hilfe von Sanitätern, Polizisten und Psychologen aufzuarbeiten.

Zwei der Überlebenden zurück auf der Insel Utöya. Reuters

Zwei der Überlebenden zurück auf der Insel Utöya.

UtöyaÜberlebende des Massakers auf Utöya sind vier Wochen nach der Tat auf die norwegische Insel zurückgekehrt. Polizeichef Jon Staale Stamnes erklärte, der Schritt sei für die Überlebenden sehr schwer gewesen. Viele hätten traumatische Erfahrungen hinter sich. „Aber es gibt auch Lachen, gute Geschichten, eine Mischung aus Emotionen.“ Auch der norwegische Ministerpräsident Jens Stoltenberg besuchte die Insel. Er wolle gemeinsam mit den Menschen trauern und für sie da sein, sagte er. „Ich will da sein als Freund, als Ministerpräsident.“    

Fähren brachten die Überlebenden auf die Insel, Medienvertreter waren nicht zugelassen. Viele der Überlebenden zündeten in Gedenken an ihre Freunde Kerzen an und legten von Hand geschriebene Notizen an den Stellen nieder, an denen sie erschossen wurden.    

Der Attentäter Anders Behring Breivik hatte während des Sommerlagers der Jugendorganisation der norwegischen Arbeiterpartei das Feuer auf der Insel eröffnet. Der Leiter der Jugendorganisation, Eskil Pedersen, sagte, es sei unglaublich gut gewesen, die Überlebenden wieder auf Utöya lächeln zu sehen.    

Familienangehörige und Freunde der Getöteten durften die Insel bereits am Freitag besuchen. Sie hinterließen Blumen, Kerzen, Fotos und Gedichte, wie Polizeichef Stamnes sagte. Insgesamt wurden bis zu 1.000 Überlebende und Angehörige erwartet. Für sie standen 400 Sanitäter, Polizisten und andere Helfer bereit. Für Sonntag ist eine Trauerfeier in Oslo geplant, um einen Monat nach der Tat an die 77 Todesopfer der Anschläge zu erinnern.   

Breivik hat die Tötung der Menschen in Oslo und auf Utöya am 22. Juli eingeräumt. Im juristischen Sinne hält er sich jedoch für unschuldig. Am Freitag verlängerte ein Gericht in Oslo seine Isolationshaft um weitere vier Wochen mit der Begründung, es sei noch immer nicht geklärt, ob Breivik allein gehandelt habe. Der Prozess gegen ihn wird wohl erst im kommenden Jahr beginnen. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 21 Jahre Haft.

Von

dapd

Kommentare (1)

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Pendler

21.08.2011, 12:45 Uhr

Es ist schrecklich, was passieren kann, wenn man Extremisten keine legale Heimat läßt.

Egal was man von den geisteskranken Chaosgruppen wie der NPD und der Linken auch denken mag, aber sie sind so, dass alle Kranken der Nation dort ein Zuhause finden und KONTROLLIERBAR sind.

Alle, die den Verbot dieser Chaosgruppen verbieten wollen, sollten daran denken, dass Geisteskranke dann keine Heimat mehr haben und zum geisteskranken, einsamen Wolf mutieren.

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