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25.01.2010

09:50 Uhr

Massenhaft Neuschnee

Erneuter Wintereinbruch löst Verkehrschaos aus

Massenhaft Neuschnee hat am Montag den morgendlichen Straßen- und Flugverkehr in der Mitte Deutschlands erheblich behindert. Meteorologen sehen keine Wetterbesserung in Sicht. Im Gegenteil: Für Mittwoch wird neuer Schneefall erwartet.

HB FRANKFURT/MAIN. Auf den Autobahnen in Hessen gab es lange Staus, wie Armin Schmidt von der hessischen Landesmeldestelle für den Verkehrswarndienst der Nachrichtenagentur DAPD sagte. Am Frankfurter Flughafen fielen nach Angaben der Betreiberfirma Fraport bis zum Vormittag 97 Flüge aus; es gab Verspätungen von einer halben bis einer ganzen Stunde.

Auf der A fünf zwischen Fernwald und dem Bad Homburger Kreuz stauten sich die Autos auf mehr als 20 Kilometern Länge, auf der A drei zwischen Seligenstadt und Offenbach sowie auf der A 661 zwischen Offenbacher Kreuz und Bad Homburger Kreuz jeweils auf zehn bis 15 Kilometern. „Es gibt quasi auf allen Autobahnen und Bundesstraßen in Hessen aufgrund der Wetterlage erhebliche Behinderungen“, sagte er. Größere Schäden gab es nach diesen Angaben vorerst nicht. Die Räum- und Streudienste waren laut Schmidt pausenlos im Einsatz. Dennoch waren am frühen Vormittag noch nicht alle Strecken frei.

In Nordhessen verbrannte ein Mensch bis zur Unkenntlichkeit nach einem Unfall auf schneeglatter Straße. Laut Polizei handelt es sich bei dem Opfer vermutlich um den 35-jährigen Fahrzeughalter. Der Leichnam sollte obduziert werden. Vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit auf schneeglatter Straße kam das Auto gegen 3.40 Uhr auf der B 80 bei Reinhardshagen in Rutschen und prallte gegen zwei am Fahrbahnrand stehende Bäume, fing Feuer und brannte vollständig aus, wie das Polizeipräsidium Nordhessen mitteilte.

Die starken Schneefälle führten auch im Norden von Baden-Württemberg und im Regierungsbezirk Karlsruhe für Behinderungen, wie Helmut Storz vom Lagezentrum in Stuttgart der DAPD sagte. Immer wieder gab es nach diesen Angaben in der Nacht querstehende Lkws. Bis zum morgendlichen Berufsverkehr beruhigte sich die Lage nach diesen Angaben aber halbwegs wieder.

Über einen Zeitraum von rund 24 Stunden schneite es in einem Streifen quer durch Deutschland, beginnend im Norden im Emsland, in ganz Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen sowie im Norden von Baden-Württemberg und Bayern, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach auf Anfrage mitteilte. Im Laufe des Montags sollten die Niederschläge langsam etwas zurückgehen. Am Dienstag soll dann von Osten Kaltluft einströmen, bevor am Mittwochnachmittag von Norden neuer Schneefall einsetzen soll, wie Dorothea Paetzold der DAPD sagte.

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