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18.03.2014

11:59 Uhr

Matthias Hartmann

Star-Intendant hat Steuern hinterzogen

Die Selbstanzeige kommt wohl zu spät: Der einst gefeierte Intendant des Bochumer Schauspielhauses, Matthias Hartmann, hat eine Steuersumme in sechsstelliger Höhe hinterzogen. Es ist bereits sein zweites Finanzfiasko.

Hat Ärger mit den Finanzbehörden: Ex-Burgtheater- Direktor Matthias Hartmann. Reuters

Hat Ärger mit den Finanzbehörden: Ex-Burgtheater- Direktor Matthias Hartmann.

Wien/DüsseldorfEs läuft derzeit nicht gut für den einst in Bochum gefeierten Intendanten Matthias Hartmann. Fast fünf Jahre nach seinem umjubelten Start am Wiener Burgtheater steht Hartmann allein da. Der deutsche Theater-Überflieger ist in Wien gescheitert.

Ein millionenschwerer Finanzskandal brachte den 50-Jährigen am Wiener Burgtheater gerade erst zu Fall. Zunächst sprach ihm das Ensemble das Misstrauen aus, Anfang des Monats fiel dann der vorläufig letzte Vorhang: Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) präsentierte Hartmann die fristlose Entlassung und sparte nicht mit großen Worten: Es gehe um nichts weniger, als „weiteren Schaden für die Republik und das Burgtheater abzuwenden“. Der letzte Akt des Dramas wird wohl vor Gericht spielen.

Und jetzt kommt auch noch Ärger mit dem Finanzamt dazu: Eine „sechsstellige Euro-Summe“ schuldet Hartmann dem Staat – allerdings vermutlich nur dem schweizerischen. Das teilten jetzt seine Anwälte mit. Hartmann bedauere diese „Fehleinschätzung“, die dazu geführt habe, dass er Gelder noch nicht versteuert habe.

Seine Rechtsvertreter hatten am Montag in Wien bekanntgegeben, dass Hartmann die Steuerbehörden in Österreich und der Schweiz kontaktieren lassen habe, damit sie den „Zeitpunkt des steuerlich relevanten Zuflusses“ klären könnten. Hartmann reagiert damit auf österreichische Medienberichte. Es geht demnach um Geld, dass er vom Wiener Burgtheater als Vorbereitungshonorar bekam, während er noch am Zürcher Schauspielhaus gearbeitet hatte.

Wie Steuersünder ihr Geld in Steueroasen verstecken

Was ist eine Steueroase?

Als Steueroasen werden Länder bezeichnet, die keine oder nur sehr niedrige Steuern auf Einkommen oder Vermögen erheben - und Anlegern Anonymität und Diskretion versprechen. Besonders für Anleger, die in ihrem Heimatland höhere Steuersätze zahlen müssten, sind Steueroasen attraktiv. Die Staaten sind oft klein und wohlhabend, werden meist von stabilen Regierungen geführt und bemühen sich häufig um Investitionen aus dem Ausland. Außerdem garantieren sie Rechtssicherheit und wahren das Bankengeheimnis.

Um welche Länder geht es konkret?

Vielfach geht es um autonome Inselstaaten, weshalb häufig von „Offshore-Leaks“ die Rede ist. In Berichten werden etwa die Britischen Jungferninseln und Kaimaninseln in der Karibik, im Südpazifik die Cookinseln und Samoa, die im Indischen Ozean gelegenen Seychellen und das zu Malaysia gehörende Eiland Labuan sowie Hongkong, Singapur und Panama genannt. Aber auch auf dem Festland, etwa in Luxemburg, soll schon Geld versteckt worden sein.

Wie funktionieren die Steuersparmodelle?

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für diese Geschäfte ist Verschwiegenheit. Viele Steueroasen werben im Internet mit dieser Diskretion und locken so Anleger an, die ihr Kapital vor dem heimischen Fiskus verstecken wollen. Sie gründen oder kaufen für ihre Auslandsgeschäfte beispielsweise Tochterunternehmen, deren Gewinne im Niedrigsteuerland gehalten und wieder investiert werden. Oft erschweren komplexe Unternehmensgliederungen den Behörden die Ermittlungen.

Wie groß ist der Schaden?

Nach Schätzungen der Deutschen Steuergewerkschaft (DStG) umfasst das weltweite Hinterziehungsvolumen allein für deutsche Steuerhinterzieher mehrere hundert Milliarden Euro. Hiervon dürfte laut DStG ein nicht beträchtlicher Teil auf die Schweiz entfallen. Nach einer im Jahr 2012 veröffentlichten Studie verstecken Superreiche weltweit mindestens 21 Billionen US-Dollar (17 Billionen Euro) in Steueroasen, um dem Fiskus zu entgehen.

Sind die Aktionen legal oder illegal?

Nicht alle Methoden, die deutschen Steuerbehörden zu umgehen, sind illegal. Wer etwa seinen Wohnsitz ins Ausland verlegt, kann privates Einkommen in ein ausländisches Niedrigsteuerland verlagern, ohne sich strafbar zu machen. Strafbar macht sich aber, wer dem Finanzamt seine Geldanlagen in Überseegebieten verschweigt, seinen Wohnsitz aber in Deutschland hat und dort auch sein Einkommen versteuern müsste. International tätige Konzerne können ihre Gewinne durchaus legal auf die Tochterunternehmen verteilen, so dass ein möglichst geringes Steueraufkommen anfällt.

Die Meldung in der Schweiz soll von Hartmanns Steuerberatern eingebracht worden sein und könnte einer Selbstanzeige gleichkommen. In der Schweiz kommen Steuerhinterzieher wie in Deutschland nur ohne Strafe davon, wenn ihre Tat noch nicht entdeckt worden ist – was in Hartmanns Fall nach den Medienberichten damit nicht mehr der Fall sein dürfte.

Bei unvollständiger oder unwirksamer Selbstanzeige können Steuersünder in der Schweiz - anders als etwa im Fall von Uli Hoeneß hierzulande - nicht ins Gefängnis kommen. Hartmann droht maximal eine Buße, die drei Mal so hoch ist wie der hinterzogene Betrag. Doch Hartmann versucht sich noch in Erklärungen.

Er hatte sich laut österreichischen Medien eine Woche nach seiner Abmeldung aus Zürich, Ende Juli 2009, am Wiener Burgtheater Bargeld von der mittlerweile ebenfalls entlassenen Vizedirektorin Silvia Stantejsky auszahlen lassen. Es sollen 230.000 Euro gewesen sein.

Hartmanns Anwältin Katharina Körber-Risak spricht von anderen Summen. Sie sagte nun gegenüber der Presse, Hartmann habe damals 110.000 Euro und später noch 70.000 Euro erhalten. 93.000 Euro sei das Burgtheater Hartmann bis heute schuldig.

Kommentare (3)

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18.03.2014, 13:17 Uhr

Steuerverschwendung: Wann gehen Politiker in den Knast?

Die Beträge, die Hoeneß an Steuern hinterzogen hat, sind im Vergleich zu den Steuerverschwendungen durch die Parlamentsfüllmasse im Deutschen Bundestag, zum Beispiel in Form von Rettungsfonds für diverse Bankster oder hoch verschuldete Länder, nur "Peanuts"!

"Wenn du dich weigerst, ungerechte Steuern zu bezahlen, wird dein Eigentum konfisziert.
Wenn du versuchst, dein Eigentum zu verteidigen, wirst du festgenommen.
Wenn du dich der Festnahme widersetzt, wirst du niedergeknüppelt.
Wenn du dich dagegen wehrst, wirst du erschossen.
Diese Maßnahmen sind bekannt als Rechtsstaatlichkeit."

Mit dem Fall Hoeneß wurde politisch motiviert ein Exempel statuiert, um den Steuersklaven damit zu zeigen, dass Steuerhinterziehung ein schwerer Straftatbestand ist!

Es wird wie immer in ähnlichen Fällen von Seiten der Politikgangster und der gleichgeschalteten Medien polarisiert – arm gegen reich.

Die größten Hinterzieher von Steuern, Abgaben, Gebühren, Ablässen und ähnlichem sind auch die größten Eintreiber von Steuern, Abgaben, Gebühren, Ablässen und ähnlichem und bezeichnen sich zumeist als Politiker.

So auch der Verteidigungsminister de Maiziére, der eine Drohne für 900 Millionen Euro bestellt hat, die nicht einmal fliegen darf und die Entscheidungsträger im Aufsichtsrat für einen Großstadtflughafen, bei dem sich die Kosten von 2,4 Milliarden Euro auf 4,3 Milliarden Euro fast verdoppelt haben!

Und für all diese Exzesse kommt nur einer auf: Wir Steuersklaven!!!

Politik basiert immer auch auf Täuschung und ist die Kunst, die Menschen daran zu hindern, sich um das zu kümmern, was sie angeht. Der Fall Hoeneß wird nur dazu genutzt, um von der eigenen Verschwendung zu Ungunsten des Volkes abzulenken.

Wie lange lassen wir uns das von der Staatsmafia noch gefallen?

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18.03.2014, 13:19 Uhr

Sind Politikschauspieler Maden im Steuer-Speck?


Die Staatsmafia lebt im Steueraufkommen wie die Made im Speck.
Trotzdem drangsaliert, schikaniert und kriminalisiert die Staatsmafia uns Steuersklaven mit immer neuen Abgaben und Gebühren.

Niemals zuvor wurde uns Bürgern so viel Geld durch die Staatsmafia abgenommen als heute!!!

Bund und Länder haben im Jahr 2012 so viele Steuern eingenommen wie nie zuvor. Insgesamt verbuchte der Fiskus knapp 552 Milliarden Euro!!! ( 2013 ca. 600 Milliarden )

Die Steuereinnahmen sind auf Rekord. Trotzdem denken die Politikgangster ( Komplizen der internationalen Bankster ) eifrig darüber nach, uns Steuersklaven noch mehr auszuquetschen.

Wo geht das ganze Geld hin?

Der zweitgrößte Ausgabenposten im Bundeshaushalt ist Zinszahlungen!!!!

Wer kassiert die ganzen Zinsen bzw. Steuern?

Investoren, Kapitalmarkt??? ( Laut gleichgeschalteten Lügenmedien )

Nein!!

Staaten verschulden sich zu 97% bei Banken und Versicherungen!

Im Grunde sind alle Finanzminister die wir in den gleichgeschalteten Systemmedien präsentiert bekommen, nur Zinseintreiber für die internationalen Bankster, die die Menschheit mit ihrem Schuldgeldsystem verschuldet/versklavt haben!

Alle Politikmarionetten ( Zinseintreiber für die Bankster ) sind systembedingt gezwungen jedes Jahr neue Steuer und Abgaben zu erfinden um die immer weiter steigende Zinslast zu bedienen!!!

Man kann das "Schuldgeldsystem" der internationalen Bankster auch anders beschreiben:

Die Schlauen leben von den Dummen und die Dummen von der Arbeit!!!

Warum erfahren wir in den gleichgeschalteten Lügenmedien nichts über das Schuldgeldsystem der int. Bankster?

Wer steht hinter den gleichgeschalteten Medien?

Jeder der das nicht versteht, sollte im Internet nach "Schuldgeldsystem" bzw. "Das Zwangsgeldsystem Mario Fleischmann" oder "Prof. Bernd Senf - Tiefere Ursachen der Krise" suchen

Account gelöscht!

18.03.2014, 14:12 Uhr

Die Solidarität der Linken und Salonbolschewiken hat schon immer nur darin bestanden, mit fremden Geld großzügig zu sein.
Nich tvon ungefährt lehnt der linkische Mensch instinktiv die Idee von Ehre und Anstand ab.

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