Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.10.2017

17:02 Uhr

Medienbericht

Gläubiger fordern 61 Millionen Euro von Boris Becker

Gläubiger des Tennisspielers Boris Becker sollen mittlerweile Forderungen in Millionenhöhe angemeldet haben. Einem Magazinbericht zufolge reichen die Vermögenswerte nicht, die Forderungen zu begleichen.

Der ehemalige deutsche Tennis-Profi soll dem einstigen Metro-Manager umgerechnet 38,4 Millionen Euro schulden. dpa

Boris Becker

Der ehemalige deutsche Tennis-Profi soll dem einstigen Metro-Manager umgerechnet 38,4 Millionen Euro schulden.

DüsseldorfDer Insolvenzfall des früheren Wimbledon-Siegers Boris Becker nimmt einem Medienbericht zufolge immer größere Ausmaße an. Gläubiger des ehemaligen Tennisspielers sollen inzwischen Forderungen in Höhe von 54,4 Millionen Pfund bei der Insolvenzverwaltung in London angemeldet haben, umgerechnet mehr als 61 Millionen Euro. Das berichtet das Magazin „Stern“. Demnach ermittelte die Insolvenzverwaltung einem ersten internen Report zufolge bei Beckers Vermögenswerten bislang nur einen Bruchteil der Forderungssumme.

Die mit Abstand höchste Forderung kommt dem Bericht zufolge laut Gläubigerliste vom einstigen Metro-Manager und Investor Hans-Dieter Cleven, der umgerechnet 38,4 Millionen Euro anmeldete. Cleven unterhielt seit 1999 mit Becker mehrere Firmen und lieh dem deutschen Tennisstar immer wieder Geld. Cleven streitet gleichzeitig auch vor Schweizer Gerichten um die Rückzahlung der Summen.

Sportler und Privatinsolvenz: Pleite in der Nachspielzeit

Sportler und Privatinsolvenz

Pleite in der Nachspielzeit

Sportlich Weltklasse, finanziell katastrophal: Viele Sportstars rutschen nach Karriereende in die Pleite. Doch warum? Ein Blick in die Leistungselite zeigt ein Muster – schlechte Beratung und Überschätzung des Vermögens.

Weit mehr als bislang bekannt soll zudem die britische Privatbank Arbuthnot Latham & Co fordern, die den Fall im Juni dieses Jahres vor das Insolvenzgericht in London gebracht hatte. Die Bank will rund 10,5 Millionen Euro. Aber auch Wirtschaftsprüfer, eine Anwaltskanzlei, eine Londoner Kommunalbehörde und zwei Unternehmer aus Deutschland, denen Becker offenbar noch Geld schuldete, sollen Ansprüche angemeldet haben. Ob alle Forderungen in der genannten Höhe durch die Insolvenzverwaltung anerkannt werden, ist noch offen.

Auf der „Haben“-Seite Beckers bleibe ebenfalls Klärungsbedarf, so das Magazin. Verschiedene Vermögenswerte wie etwa sein Elternhaus in Leimen seien in einem ersten Bericht der Insolvenzverwalter („initial report“) bislang nicht erfasst. Seine Finca auf Mallorca sowie Firmen, die sich um Beckers Markenrechte kümmern, wurden bis dato zudem noch nicht bewertet.

So wurden nach Informationen des Stern bislang erst Vermögenswerte in Höhe von rund 540.000 Euro identifiziert – darunter der Restwert eines kreditfinanzierten oder geleasten Sportwagens, eine Versicherungspolice, Möbel sowie diverse Uhren. Boris Becker wollte sich auf Anfrage des Sterns hin nicht zu dem Fall äußern.

Von

HB

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Claus Graf

05.10.2017, 19:07 Uhr

Lieber Boris,
du hast Fehler gemacht, die du zukünftig nicht mehr machst, man/frau/abmahnindustrie hat dich "hochgehen" lassen. Du machst dein Ding richtig, auch die Standortwahl ist genial.
Steh's durch und komme zu uns nach Deutschland zurück. Wir brauchen dein Know-How und Erfahrung!

Herr Thomas Behrends

06.10.2017, 14:03 Uhr

Es scheint so zu sein als wenn der gute Boris schon vor Jahren die Kontrolle über seine Finanzen sowie sein Leben verloren hat.

Wer gut Tennis spielt ist eben noch kein guter Unternehmer!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×