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13.01.2012

13:35 Uhr

Medienbericht

Neues Gutachten von Norwegens Attentäter

Im ersten Gutachten wurde Breivik als „paranoid schizophren“ eingestuft. Psychiater hatten dem 32-jährigen Massenmörder fehlende Zurechnungsfähigkeit attestiert. Anwälte der Opferfamilien fordern ein neues Gutachten.

Anders Behring Breivik (l.) tötete am 22. Juli insgesamt 77 Menschen. Reuters

Anders Behring Breivik (l.) tötete am 22. Juli insgesamt 77 Menschen.

OsloDer als unzurechnungsfähig eingestufte norwegische Attentäter Anders Behring Breivik muss sich wahrscheinlich einer weiteren psychiatrischen Untersuchung unterziehen. Das zuständige Gericht in Oslo werde am Freitag zwei Psychiater mit einer neuen Untersuchung betrauen, berichtete die Tageszeitung „VG“. Ein erstes, umstrittenes Gutachten hatte die fehlende Zurechnungsfähigkeit des Massenmörders festgestellt. Die Expertise stuft Breivik als „psychotisch“ und „paranoid schizophren“ ein.

Würde die erste Einstufung für das Verfahren ab kommendem April übernommen, kann der 32-Jährige nicht zu Haft verurteilt, sondern nur in eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen werden.

Gefängnisgeistlicher

„Das Treffen mit Breivik wird hart”

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Die neuen Experten sollen laut Medien auch klären, ob der 32-Jährige Attentäter an anderen psychischen Erkrankungen leide und ob es einen Zusammenhang zwischen seinen Handlungen und einem rechtsextremen Manifest gibt. Die Bekenntnisse hatte Breivik kurz vor seinen Anschlägen im Internet veröffentlicht.

Breivik tötete am 22. Juli insgesamt 77 Menschen. Er verübte einen Bombenanschlag auf ein Regierungsgebäude in Oslo und erschoss im Anschluss Dutzende Menschen in einem Jugendlager auf der Insel Utøya.

Anwälte von Überlebenden und Opferfamilien hatten sich für ein weiteres Gutachten ausgesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte dies als nicht notwendig abgelehnt. Breivik ist nach Angaben seiner Anwälte ebenfalls gegen eine nochmalige Untersuchung.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Hannes

13.01.2012, 14:52 Uhr

Mein Gott, was sind die Redakteure vom HB beschränkt."Psychiater hatten dem 32-jährigen Massenmörder fehlende Unzurechnungsfähigkeit attestiert." Dann war der Mann also zurechnungsfähig.

Und diese Redakteure schwadronieren dann noch über wichige volkswirtschaftliche Themen wie EZB und Euro. Das erklärt alles...

ACP

14.01.2012, 20:23 Uhr

Der Mann ist wahrscheinlich zurechnungsfähig, darf es aber nicht sein, weil nicht sein darf, was nicht sein kann.
So erspart man sich einen Haufen an Unannehmlichkeiten, die bei einem Prozess möglicherweise zu Tage treten könnten.
War dieser Typ und Verbrecher nicht Mitglied einer Freimaurerloge? Wie konnt er es werden, da man Freimauer nicht so ohne weiteres werden kann, man braucht dafür Bürgen.

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