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05.09.2012

13:26 Uhr

Mehr Anzeigen von Patienten

Behandlungsfehler: Jeder dritte Vorwurf ist berechtigt

Gutachter der Krankenversicherung haben 2011 in mehr als 4000 Fällen ärztliches Versagen nachgewiesen. Damit erweist sich j eder dritte Vorwurf eines Behandlungsfehlers als berechtigt.

In 23 Prozent der Fälle ist die Diagnose falsch. picture-alliance/ ZBdpa/picture alliance

In 23 Prozent der Fälle ist die Diagnose falsch.

BerlinDeutsche Patienten lassen mutmaßliche Behandlungsfehler von Ärzten häufiger durch Gutachter prüfen. Während die Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) vor fünf Jahren noch rund 11.000 Fälle untersuchten, hatten sie vergangenes Jahr 12.686 auf dem Tisch. Das gab der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen am Mittwoch in Berlin bekannt. Durch das neue Patientenrechtegesetz könnte die Zahl der Gutachten weiter ansteigen.

Mehr als 4000 Behandlungsfehler begingen Ärzte nach Erhebungen der MDK nachweislich im vergangenen Jahr. In drei von vier Fällen waren diese Fehler dann auch Ursache für einen gesundheitlichen Schaden, sodass der Patient gute Aussichten auf Schadenersatz hat. Doch auch wenn die MDK immer mehr Fälle überprüfen, sei dies kein Beweis für einen Qualitätsverlust im Gesundheitssektor, stellte Vize-Geschäftsführer Stefan Gronemeyer klar. Seit Jahren liege in jedem dritten untersuchten Fall tatsächlich ein Fehler des Arztes vor - doch Patienten seien nun zunehmend bereit, ihre Rechte durchzusetzen.

Die meisten Fehler begingen Ärzte bei der Therapie von Kniegelenks- und Hüftgelenksarthrose. Am häufigsten sahen sich Orthopäden und Chirurgen mit dem Verdacht konfrontiert, bei der Behandlung etwas falsch gemacht zu haben. Zwei Drittel der Vorwürfe richteten sich gegen Krankenhäuser, ein Drittel gegen Ärzte mit eigener Praxis.

Mehr als 40 Prozent der Fehler unterlaufen Medizinern nach Angaben der MDK bei therapeutischen Eingriffen, in rund 23 Prozent der Fälle ist die Diagnose falsch. „Nach unserer Erfahrung kommt es bei einer erheblichen Zahl von Behandlungsfehlern zu einer Verkettung von Versäumnissen", erläuterte Astrid Zobel vom MDK Bayern.

Kommentare (1)

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Jupp-Hirsenkoetter

05.09.2012, 15:40 Uhr

Wenn man Zeuge wurde, wie Medizinstudenten lernen & nur ueber das Kurzzeitgedaechtnis gestuert, die Multiple Choice Test bestanden haben, meist unter Einnahme von Doping- Mittel oder Captagon, dan ist es kein wunder, wenn diee Spezies nicht wissen, was sie z.B.mit Multipler Sklerose anfangen sollen, bzw. Pipperitzition als neuen Wirkstoff empfehlem, auf Suggestion der Pharma-Industrien!
NachArbeiten, Verlaengerte Krankenhaus aufenthlate etc durch Behandlungsfehler etc finden wir alle auf den Rchnungen wieder, die leider nicht uns, sondern der Versicherungen vorgelegt werden, den Treuhaendern unserer Beitraege!
Wir sind das Volk und die zahlenden MITGLIEDER jeglicher Zwangsgemeinschaften...!und lassen es uns gefallen...diese pekuniaere und medizinische Folter(haftung)!

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