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10.12.2014

19:52 Uhr

„Menschen des Jahres“

„Time“ ehrt Kämpfer gegen Ebola

Sie haben keine Namen, aber sie retten Menschen, ganz konkret, jeden Tag, unter schlechtesten Bedingungen. Die Kämpfer gegen Ebola sind die „Menschen des Jahres“. Diese Wahl traf das US-Magazin „Time“.

Helfer in Schutzanzügen geleiten ein an Ebola erkranktes Kind in eine Klinik in Liberia: Das „Time“-Magazin hat die Helfer im Kampf gegen das Virus geehrt. ap

Helfer in Schutzanzügen geleiten ein an Ebola erkranktes Kind in eine Klinik in Liberia: Das „Time“-Magazin hat die Helfer im Kampf gegen das Virus geehrt.

New YorkDie Mediziner im Kampf gegen Ebola sind nach Ansicht des New Yorker Magazins „Time“ die „Personen des Jahres“ 2014. Das Journal verkündete am Mittwoch, dass die Ärzte und Pfleger auf dem nächsten Titelbild der Zeitschrift geehrt würden. „Es sind Ärzte, die nicht einmal aufgaben, als ihre Kollegen erkrankten und starben. Es sind Schwestern, die Menschen halfen, während sie selbst in Schlamm, Erbrochenem und Fäkalien standen“, hieß es von der Redaktion.

Die „Time“-Redaktion würdigt seit 1927 jedes Jahr die einflussreichsten Persönlichkeiten des Weltgeschehens. Im vergangenen Jahr war es Papst Franziskus.

„Sie sind die, die geantwortet haben, als um Hilfe gerufen wurde“, würdigte die Zeitschrift die Ebola-Helfer. Der Krankheitsherd sei Afrikas Ground Zero. Die Mediziner hätten gekämpft, obwohl sie oft unfreundlich, ja feindlich empfangen worden seien.

Stellvertretend für die Hunderten Helfer schilderte das Magazin die Geschichten von einigen Ärzten und Schwestern, Erkrankten und Gesunden, Männern und Frauen, Einheimischen und westlichen Helfern.

Das ist das Ebola-Virus

Das Virus

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Es löst ein sogenanntes hämorrhagisches, das heißt mit starken Blutungen einhergehendes Fieber aus.

Die Gefahr

Je nach Erregerstamm sterben 25 bis 90 Prozent der Patienten an einer Ebola-Erkrankung. Trotz intensiver Forschung gibt es weder eine Impfung noch ein Heilmittel.

Der Übertragungsweg

Seinen Ursprung hat das Virus im Tierreich. Menschen können sich über den Kontakt zu erkrankten Tieren infizieren, unter anderem Affen. Von Mensch zu Mensch überträgt sich die Krankheit durch Blut und andere Körperflüssigkeiten.

Die Krankheit

Die Inkubationszeit beträgt zwei Tage bis drei Wochen. Plötzlich setzen Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Schwächegefühl und Halsschmerzen ein. Später gehen Nieren- und Leberfunktion zurück, es können schwere innere Blutungen auftreten.

Die Gefahrenzone

Ebola kommt vor allem nahe des afrikanischen Regenwaldes vor. Zum ersten Mal tauchte es 1976 im Sudan und im Kongo nahe des Ebola-Flusses auf. Ihm verdankt die Krankheit auch ihren Namen.

Es gab auch Zweitplatzierte, zum Beispiel Russlands Präsident Wladimir Putin („Der Imperialist“), Kurdenführer Masud Barzani und „Alibaba“-Gründer Jack Ma. Bei der Nennung geht es nicht um eine Würdigung oder Unterstützung, es geht schlicht um den größten Einfluss in den vergangenen zwölf Monaten. So gehörten auch Adolf Hitler und Josef Stalin, der sogar zweimal, in den vergangenen 87 Jahren zu den „Menschen des Jahres“. Der Erste war 1927 Atlantikflieger Charles Lindbergh.

Von

dpa

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