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21.09.2016

02:29 Uhr

Mexikanische Schmuggler

Kanone schießt Drogen über die Grenze

Der internationale Drogenschmuggel nimmt immer neue Formen an. Um den Grenzzaun zwischen Mexiko und den USA zu überwinden, verlassen sich Drogenhändler auf Technik – zielsicher ist sie allerdings nicht immer.

Bauarbeiten an der Grenze: Immer höher bauen US-Arbeiter den Zaun zwischen ihrem Land und Mexiko. Das bringt Drogenschmuggler auf Ideen. AFP; Files; Francois Guillot

Grenzzaun zwischen Mexiko und den USA

Bauarbeiten an der Grenze: Immer höher bauen US-Arbeiter den Zaun zwischen ihrem Land und Mexiko. Das bringt Drogenschmuggler auf Ideen.

DouglasDrogenschmuggler haben sich eine neue Methode zur Überwindung der amerikanisch-mexikanischen Grenze einfallen lassen. Die mexikanische Polizei stellte in der Grenzstadt Agua Prieta einen Van sicher, in dem eine drei Meter lange Druckluftkanone versteckt war, die durch ein Loch im Dach Pakete in die USA schießen konnte.

Auch ein Kompressor wurde beschlagnahmt. Das Gerät habe Pakete von bis zu 27 Kilogramm verschießen können, sagte der Sprecher der US-Grenzpolizei, Vicente Paco, am Dienstag (Ortszeit).

Eine drei Meter lange Kanone ragt aus einem Van im mexikanischen Agua Prieta, das an Douglas in Arizona (USA) grenzt. AP

Drogenkanone

Eine drei Meter lange Kanone ragt aus einem Van im mexikanischen Agua Prieta, das an Douglas in Arizona (USA) grenzt.

Paco sagte, die Marihuana-Pakete seien über den Grenzzaun nach Arizona gefeuert, von Komplizen der Schmuggler eingesammelt und weiterverteilt worden. Bisweilen landeten die Geschosse auch in den Hinterhöfen von Anwohnern.

Es seien sogar schon hölzerne Wurfmaschinen aufgespürt worden, die nach dem Vorbild mittelalterlicher Steinschleudern konstruiert waren. Außerdem hätten Schmuggler Winden und Leitern gebaut, mit denen sie ganze Fahrzeuge über den bis zu 7,90 Meter hohen Grenzzaun hieven konnten.

Derart aufwendige Technik sei aber selten und werde nur einmal aller paar Jahre gefunden, sagte Paco. Im März hatte das mexikanische Fernsehen zwei junge Männer gezeigt, die in bemerkenswertem Tempo mit Marihuana über den den Grenzzaun kletterten. Anwohner verpassten ihnen den Spitznamen „Mexikanische Spidermen“.

Von

ap

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