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22.06.2017

09:12 Uhr

Mexiko

Fast 2200 Tötungsdelikte allein im Mai

Mit fast 2200 lag die Zahl der Tötungsdelikte in Mexiko im Mai so hoch wie seit mindestens 20 Jahren nicht. Im Bundesstaat Baja California Sur verzeichnete man sogar einen Anstieg um 369 Prozent.

Auch Journalisten sind von der zunehmenden Gewalt in Mexiko betroffen. Mexiko entwickelte sich in den vergangenen Jahren für Journalisten zu einem der gefährlichsten Ländern außerhalb von Kriegsgebieten. dpa

Protest gegen Gewalt an Journalisten

Auch Journalisten sind von der zunehmenden Gewalt in Mexiko betroffen. Mexiko entwickelte sich in den vergangenen Jahren für Journalisten zu einem der gefährlichsten Ländern außerhalb von Kriegsgebieten.

Mexiko-StadtDie Zahl der Tötungsdelikte in Mexiko lag im Mai so hoch wie seit mindestens 20 Jahren nicht. Allein in dem Monat wurden einer neuen Kriminalitätsstatistik der mexikanischen Regierung vom Dienstag zufolge 2186 Menschen getötet. Das vorherige Monatshoch habe es im Mai 2011 gegeben; damals lag die Zahl laut öffentlich einsehbaren Verzeichnissen bei 2131. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres habe die Zahl der Getöteten bei 9916 gelegen – rund ein Drittel höher als im Vorjahreszeitraum (7638).

Auf Ebene der Bundesstaaten verzeichnete Baja California Sur den höchsten Anstieg: Von Januar bis Mai wurden dort 169 Menschen getötet, in den gleichen Monaten 2016 waren es lediglich 36. Dies ist ein Anstieg um 369 Prozent. In Veracruz, Quintana Roo und Sinaloa waren es Anstiege um je 93, 89 und 76 Prozent.

Vor mehr als zehn Jahren rief Mexiko eine Militäroffensive ins Leben, um die Drogenkartelle im Land zu bekämpfen. Im Jahr 2011 war die Zahl der getöteten Menschen laut bisheriger Datenerfassung am höchsten, danach brach sie zunächst ein – stieg aber mittlerweile wieder an.

Von

ap

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