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12.09.2017

07:23 Uhr

Mexiko

Schwere Erdbeben forderten mindestens 96 Tote

Einige Tage nach dem verheerenden Erdstoß wird das ganze Ausmaß der Zerstörung klar. Tausende Häuser sind beschädigt. Im Katastrophengebiet wird dringend Hilfe benötigt. Unterdessen steigt die Zahl der Opfer weiter an.

Trümmer und Obdachlosigkeit

Aufräumen mit bloßen Händen – Mexiko nach dem Erdbeben

Trümmer und Obdachlosigkeit : Aufräumen mit bloßen Händen – Mexiko nach dem Erdbeben

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Tonalá Nach dem schweren Erdbeben in Mexiko ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 96 gestiegen. 76 Menschen seien im Bundesstaat Oaxaca ums Leben gekommen, 16 in Chiapas und vier in Tabasco, sagte Präsident Enrique Peña Nieto am Montag. Der Staatschef besuchte die Stadt Tonalá in Chiapas, um sich über die Aufräumarbeiten zu informieren.

„Habt Geduld. In dieser Woche geht es darum, der betroffenen Bevölkerung direkt zu helfen“, sagte Peña Nieto. „Ab der nächsten Woche beginnt der Wiederaufbau.“ First Lady Angélica Rivera sagte in Mexiko-Stadt, rund 3000 Hilfspakete mit Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs stünden zur Auslieferung in den besonders betroffenen Bundesstaaten Oaxaca und Chiapas bereit.

Richterskala

Stärke 0 bis 1,9

Nur durch Instrumente nachweisbar

Stärke 2 bis 2,9

Nur von sehr wenigen, ruhenden Menschen spürbar; freihängende Pendel schwingen leicht

Stärke 3 bis 3,9

Nur von wenigen Menschen wahrgenommene Schwingungen; Erschütterung mit einem vorbeifahrenden Lastwagen vergleichbar

Stärke 4 bis 4,9

Wird von den meisten Menschen bemerkt. Gläser und Teller klappern, Fensterläden schwingen. Die Schäden sind aber nur gering.

Stärke 5 bis 5,9

Von allen Menschen wahrgenommen. Möbel bewegen sich, Risse im Putz. Es besteht Verletzungsgefahr.

Stärke 6 bis 6,9

Erhebliche Beschädigungen, Gebäude stürzen ein. Es kommt zu Todesopfern. An Küsten sind Flutwellen möglich.

Stärke 7 bis 7,9

zahlreiche Tote und Verletzte. Nur wenige Gebäude bleiben stehen. Spalten im Boden reißen auf. Die Auswirkungen sind teilweise katastrophal. An Küsten kommt es zu vernichtenden Flutwellen.

Stärke 8 und mehr

Verwüstung. Alle Gebäude sind unbewohnbar. Es gibt flächendeckende Zerstörungen. An den Küsten sind katastrophale, bis zu 40 Meter hohe Flutwellen möglich.

Mehr als 7000 Häuser wurden bei dem schweren Erdbeben zerstört oder beschädigt. Präsident Peña Nieto appellierte an die Solidarität der Baufirmen und bat sie, beim Wiederaufbau zu helfen. Er kündigte zudem eine genaue Schadenserhebung im Katastrophengebiet an, um die Hilfe an die richtigen Stellen zu leiten.

Tausende Soldaten, Polizisten und Mitarbeiter des Zivilschutzes wurden in das Katastrophengebiet geschickt, wie Regierungssprecher Eduardo Sánchez sagte. Das Erdbeben der Stärke 8,2 hatte Mexiko in der Nacht auf Freitag erschüttert. Zusammen mit einem Beben im Jahr 1932 war es der stärkste jemals in Mexiko gemessene Erdstoß.

Am heftigsten war der Süden des Landes betroffen, aber auch in Mexiko-Stadt war das Erdbeben deutlich zu spüren. Es gab über 900 Nachbeben, das heftigste mit einer Stärke von 6,1.

Von

dpa

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