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06.09.2014

14:38 Uhr

MH17 und MH370

Neue Ermittlungen bei Malaysias Katastrophenfliegern

Vor fast zwei Monaten stürzte das Flugzeug der Malaysia Airlines MH17 in der Ostukraine ab. Nun sollen erneut Ermittler zur Absturzstelle. Auch nach dem verschollenen Flug MH370 soll wieder gesucht werden.

Bewaffnete prorussische Rebellen neben den Trümmerteilen des Fluges MH17. Australien und Malaysia wollen die Ermittlungen wegen des Absturzes wieder aufnehmen. dpa

Bewaffnete prorussische Rebellen neben den Trümmerteilen des Fluges MH17. Australien und Malaysia wollen die Ermittlungen wegen des Absturzes wieder aufnehmen.

Kuala LumpurAustralien und Malaysia wollen erneut Ermittler an die Absturzstelle von Flug MH17 in der Ostukraine schicken. Dies vereinbarten der australische Ministerpräsident Tony Abbott und sein malaysischer Amtskollege Najib Razak am Samstag. Aufgrund der Kämpfe in der Region waren erste Untersuchungen in dem Trümmerfeld abgebrochen worden.

„Ministerpräsident Abbott und ich sind entschlossen, unsere Bemühungen zu verstärken und enger mit den anderen internationalen Partnern zusammenzuarbeiten, darunter die Niederlande und die Ukraine, um sicherzustellen, dass die verbliebenen Opfer ihren Familien übergeben werden können“, sagte Najib nach einem Treffen mit Abbott.

Das Flugzeug der Malaysia Airlines war am 17. Juli mit 298 Menschen an Bord abgestürzt, wahrscheinlich nach Raketenbeschuss. Die ukrainische Führung und die prorussischen Rebellen machen sich gegenseitig dafür verantwortlich. Das Flugzeug war auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur. An Bord befanden sich überwiegend Niederländer, aber auch 38 Australier. Der erste Bericht zur Ursache des Absturzes soll am Dienstag in Den Haag veröffentlicht werden.

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Suche nach MH370 soll auch fortgesetzt werden

Mit einer aufwendigen Unterwasseraktion soll in zwei Wochen die Suche nach dem verschollenen Malaysia-Airlines-Flug MH370 fortgesetzt werden. Geplant sei eine intensivere Suche unter Wasser, die ein Seegebiet von 60.000 Quadratkilometern im Indischen Ozean abdecke, sagte der australische Premierminister Tony Abbott bei einem Besuch in Malaysia am Samstag. Die Suche nach der verschwundenen Maschine werde so lange wie nötig weitergehen, betonte er.

Flug MH370 war am 8. März auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking von den Radarschirmen verschwunden. Seitdem fehlt von der Boeing 777 jede Spur. Eine Suche zu Wasser und aus der Luft brachte bisher keinen Erfolg. An Bord der Maschine waren 239 Menschen, zwei Drittel der Passagiere stammten aus China. Sechs weitere kamen aus Australien. Angeführt wird die Suche von Australien. Der malaysischen Regierung von Ministerpräsident Najib Razak wurde vorgeworfen, unkoordiniert und undurchsichtig bei der Suche nach dem Flugzeug vorzugehen.

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