Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.06.2011

17:06 Uhr

Millionäre

Die neuen Reichen aus dem Osten

VonTorsten Riecke

Auf der Welt gibt es fast elf Millionen Millionäre - fast so viele wie vor der Finanzkrise. Erstmals liegen die Asiaten vor den Europäern. Die USA bleiben an der Spitze.

Reichster Mann der Welt: Der Mexikaner Carlos Slim besitzt 74 Mrd. Dollar. Quelle: ap

Reichster Mann der Welt: Der Mexikaner Carlos Slim besitzt 74 Mrd. Dollar.

ZürichDie Zahl und die Vermögen der Reichen haben im vergangenen Jahr noch einmal zugenommen und in fast allen Regionen der Welt wieder das Niveau vor der Finanzkrise erreicht. Das geht aus dem Weltvermögensbericht hervor, den die US-Großbank Merrill Lynch zusammen mit der Beratungsgesellschaft Capgemini zum 15. Mal durchgeführt hat.

Demnach gab es im vergangenen Jahr auf der Welt 10,9 Millionen Menschen mit einem Vermögen von mehr als einer Million Dollar. Das ist ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 8,3 Prozent. Zugleich stiegt das Gesamtvermögen der Einkommenselite um fast zehn Prozent auf 47,7 Billionen Dollar. Die Zuwächse waren allerdings nicht mehr ganz so stark wie im Vorjahr. "2009 hatten diese im oberen zweistelligen Bereich gelegen, da sich viele Märkte sehr rasch von ihren beträchtlichen Krisenverlusten erholen konnten", sagte Peter Schmid, Manager bei Merrill Lynch in der Schweiz.

Den größten Zuwachs von Millionären verzeichnete mit einem Plus von 9,7 Prozent die Region Asien-Pazifik. Erstmals überholten die Asiaten damit die Europäer. Die meisten Reichen leben allerdings nach wie vor in den USA, Japan und Deutschland. Mit 53 Prozent sind das mehr als die Hälfte aller Dollar-Millionäre. China liegt aber bereits auf dem vierten Platz und Indien hat Spanien vom zwölften Platz verdrängt. Insgesamt machen die Reichen nur etwa ein Prozent der Weltbevölkerung aus. Ein weiteres Prozent davon kommt auf ein Vermögen von mehr als 30 Millionen Dollar und gilt somit als superreich.

Herbert Hensle, Stratege der Consultigfirma Capgemini, rechnet damit, dass der starke Vermögenszuwachs in Asien auch das Kräfteverhältnis der Finanzzentren zugungsten von Singapur und Hongkong verändern wird. "Die Bedeutung der asiatischen Zentren wir sicher zunehmen", sagte er. Zu ähnlichen Einschätzungen waren auch Studien der Gesellschafte PricewaterhouseCoopers und Boston Consulting gekommen. Finanzplätze wie London und die Schweiz müssten sich anstrengen, wenn sie mithalten wollten.

Reichster Mann der Welt ist der mexikanische Unternehmer Carlos Slim. Er besitzt ein geschätztes Vermögen von 74 Milliarden Dollar.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×