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28.03.2017

08:30 Uhr

Millionen-Diebstahl in Berlin

Riesige Goldmünze aus dem Bode-Museum gestohlen

Aus dem Berliner Bode-Museum wurde eines der wertvollsten Zahlungsmittel entwendet: eine kanadische Goldmünze, die einen Zentner und zig Millionen Euro schwer ist. Die Täter drangen unbehelligt in das Münzkabinett ein.

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BerlinNach dem Diebstahl einer wertvollen kanadischen Goldmünze aus einem Ausstellungshaus auf der Museumsinsel in Berlin sucht die Polizei die Täter. Unbekannte hatten in der Nacht zu Montag die Münze mit einem geschätzten Materialwert von 3,8 Millionen Euro aus dem Münzkabinett im Bode-Museum gestohlen. Die 100 Kilo schwere und 53 Zentimeter große „Big Maple Leaf“ mit dem Bild von Königin Elizabeth II. hat einen Nennwert von einer Million kanadischer Dollar (700.000 Euro).

Am Montagnachmittag rief die Polizei Zeugen auf, sich bei ihr zu melden. Dabei wollte sie unter anderem wissen, wer rund um das Bode-Museum und den Monbijoupark am Montag zwischen 2 und 4 Uhr Verdächtige gesehen hat. Gefragt wurde auch, wem größere Mengen Gold angeboten worden seien. Das Museum sollte am Dienstag nach der regulären Schließung am Montag wieder öffnen.

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Die Diebe waren durch ein Fenster in das Bode-Museum zwischen Bahngleisen und zwei Spree-Armen eingedrungen. Eine Etage höher brachen sie nach Polizeiangaben eine Vitrine aus Panzerglas auf und verschwanden mit ihrer Beute. Nach Angaben der Staatlichen Museen Berlin war das Stück seit 2010 als private Leihgabe im Münzkabinett.

Nach ersten Erkenntnissen kamen die Diebe wohl zwischen 3.20 und 3.45 Uhr über die Bahntrasse, die wenige Meter am Museumsgebäude vorbeiführt. An den Gleisen wurde eine Leiter gefunden. Vermutlich stellten die Täter die Leiter auf einen Sockel des Gebäudes. Auf dem gleichen Weg seien sie dann wohl in Richtung Hackescher Markt über die Gleise entkommen. Wie sie ihre zwei Zentner schwere Beute transportierten, blieb zunächst unklar.

Die „Big Maple Leaf“ mit 99,999 Prozent Reinheitsgehalt wurde 2007 von der Royal Canadian Mint, der königlichen kanadischen Münze, geprägt. Davon gibt es nur fünf Exemplare, die von Investoren gekauft wurden, da Gold als sicheres Anlageobjekt gilt. Die Vorderseite zeigt drei Ahornblätter, Symbole des Prägelandes Kanada.

Wenn Münzen aus Museen verschwinden

August 2016

Aus dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig verschwinden mehr als 570 wertvolle Münzen. Als ein Exemplar, das eigentlich im Depot hätte liegen müssen, in der Öffentlichkeit angeboten wird, überprüft das Haus den gesamten Depotbestand der rund 25.000 Münzen sowie weiterer Gegenstände. Bis heute ist lediglich ein kleiner Teil der Münzen wieder aufgetaucht. Tatverdächtig ist ein ehemaliger Beschäftigter des Museums. Im Dezember 2016 wird der Verlust auf knapp 350.000 Euro geschätzt.

Juni 2012

Aus dem Städtischen Museum in Göttingen werden mittelalterliche Goldmünzen geklaut. Das Haus gibt den Gesamtwert der historischen Stücke, die großteils aus dem 15. und 16. Jahrhundert stammen, mit rund 65.000 Euro an. Insgesamt seien 18 unterschiedlich große Goldstücke verschwunden.

April 2012

Aus einer mit mehr als 100 Millionen Euro versicherten Gold-Ausstellung in Münster stehlen Diebe rund 50 Münzen. 30.000 Euro sind sie laut dem Museum wert.

November 2010

Aus dem Museum der Universität Tübingen werden 44 historische Münzen aus dem Zeitraum vom 5. Jahrhundert vor Christus bis zum 3. Jahrhundert nach Christus gestohlen - ihr Wert: zwischen 150.000 und 200.000 Euro. Der Täter habe nur solche Gold- und Silbermünzen entwendet, die einen hohen Wiederverkaufswert hätten, heißt es. Münzen mit hohem Seltenheitswert waren nicht darunter.

Von

dpa

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