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27.01.2005

13:44 Uhr

Mindestens 11 Tote und 180 Verletzte

Selbstmörder verursacht Zugunglück

In der kalifornischen Metropole Los Angeles hat ein Selbstmordversuch auf einem Bahnübergang vermutlich zu einem schweren Zugunglück mit mindestens 11 Toten geführt. Nach Angaben der Polizei hatte ein lebensmüder Mann am Mittwochmorgen (Ortszeit) sein Fahrzeug auf einem Bahngleis geparkt, war dann aber im letzten Moment aus dem Auto gesprungen.

HB LOS ANGELES. Ein Vorortzug streifte das Fahrzeug, entgleiste, rammte einen abgestellten Frachtzug und stieß mit einem entgegenkommenden Personenzug zusammen. Mehrere Wagen wurden aus den Gleisen geschleudert. Nach Medienberichten war es das schwerste Zugunglück in den USA seit sechs Jahren.

Bei der Karambolage am Stadtrand von Los Angeles wurden rund 180 Menschen verletzt, berichtete die „Los Angeles Times“ am Donnerstag. Mehr als 120 Fahrgäste mussten mit teilweise schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht werden. Es wird befürchtet, das die Zahl der Todesopfer noch steigt. Noch Stunden nach dem Unglück wurden mindestens vier Menschen vermisst, die Wagen wurden völlig demoliert und brannten teilweise aus.

Der Selbstmordkandidat, der Augenzeugenberichten zufolge zunächst vom Unglücksort weggerannt war, wurde festgenommen. Er sollte am Freitag wegen Mordes angeklagt werden. Polizei-Chef Randy Adams beschrieb den Mann als reumütig und kooperativ. Er habe schon früher versucht, sich das Leben zu nehmen.

Der Zusammenstoß der mit Pendlern voll besetzten Vorortzüge ereignete sich am Morgen während der Hauptverkehrszeit. Verletzte Fahrgäste, Taschen und Laptops seien nach dem Aufprall durch die Wagen geschleudert worden, berichteten Überlebende. Über 300 Feuerwehrleute halfen bei dem Rettungseinsatz mit.

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