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31.03.2006

09:22 Uhr

Mindestens 50 Tote und über 800 Verletzte

Drei Erdbeben erschüttern westlichen Iran

Bei drei aufeinander folgenden Erdbeben in der westiranischen Provinz Lorestan sind am Freitagmorgen mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen, Hunderte wurden verletzt. Vieel Häuser in der Stadt Dorud und den umliegenden Ortschaften sind eingestürzt.

HB TEHERAN. Ärzte schlossen nach den ersten Berichten über die Katastrophe nicht aus, dass die Totenzahl weiter steigen könnte. Der staatliche Rundfunk sprach von zahlreichen schwer beschädigten Ortschaften. In dem vorderasiatischen Land kam es in der Vergangenheit wiederholt zu Erdbeben.

Der staatliche Rundfunk, der die Zahlen verbreitete, berief sich auf den zuständigen Provinzchef Mohammed Resa Mohseni-Sani. Ihm zufolge wurden die Opfer in Krankenhäuser in den Ortschaften Dorud und Borudscherd eingeliefert. Die Kliniken seien durch die vielen Verletzten so ausgelastet, dass sie keine weiteren Opfer mehr aufnehmen könnten.

Konkrete Angaben zum Ausmaß der Zerstörung gab es zunächst nicht. Das staatliche Fernsehen berichtete von etwa 30 bis 40 stark beschädigten Ortschaften – manche wurden demnach bis zu 90 Prozent zerstört.

Der amtlichen Nachrichtenagentur Irna zufolge hatte es vor dem großen Beben zwei Erdstöße der Stärke 4,7 und 5,1 gegeben. Viele Menschen hätten daraufhin bereits ihre Häuser verlassen und auf den Straßen Zelte errichtet. Etliche Telefonleitungen sowie Strom- und Gasleitungen seien beschädigt worden, erklärte ein Behördenvertreter in Dorud.

Als eines der schwersten Erdbeben in der Islamischen Republik gilt ein Beben der Stärke 6,8 im Dezember 2003, bei dem in der Stadt Bam mehr als 30 000 Menschen starben. Erst am vergangenen Wochenende hatte im Iran die Erde gebebt – an der Südküste. Dort kam es allerdings nicht zu schweren Schäden.

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