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21.05.2013

10:28 Uhr

Mindestens 91 Tote in Oklahoma

Obama ruft nach Tornado den Notstand aus

Es ist der schwerste Tornado, der den US-Staat Oklahoma seit Jahren heimsuchte. Die Menschen hatten lediglich einige Minuten Vorwarnzeit. Weite Teile einer Ortschaft wurden dem Erdboden gleichgemacht.

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Tornado hinterlässt Schneise der Verwüstung

Video: Tornado hinterlässt Schneise der Verwüstung

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MooreEin Tornado hat eine tödliche Schneise bei Oklahoma City geschlagen und einen Vorort der US-Metropole verwüstet. Mindestens 91 Menschen seien gestorben, sagte die Sprecherin der Gerichtsmedizin von Oklahoma-City, Amy Elliott, der „New York Times“. Zuvor hatten Behörden 51 Tote bestätigt. Darunter seien mindestens 20 Kinder. Mehr als 230 Menschen seien in der Vorstadt Moore verletzt worden, berichtete der Lokalsender KFOR-TV unter Berufung auf Behörden. US-Präsident Barack Obama erklärte Teile des Bundesstaats Oklahoma zum Katastrophengebiet und sicherte schnelle Hilfe zu.

Auf seinem gut drei Kilometer breiten Pfad der Verwüstung, der mitten durch das Wohngebiet von Moore führte, hatte der Wirbelsturm eine Grundschule beschädigt und eine andere komplett dem Boden gleichgemacht. Mindestens sieben Kinder starben in dem Gebäude, berichtete der Nachrichtensender CNN.

Unter den Trümmern wurden weitere Leichen befürchtet. Viele Kinder wurden zunächst vermisst. Einige hatten sich laut CNN an sichere Orte retten können. 75 Schüler und Lehrkräfte hätten in der Schule Zuflucht gesucht, als der Tornado am Montagnachmittag (Ortszeit) die Vorstadt traf.

Der Wirbelsturm fegte mit einer Geschwindigkeit von bis zu 300 Kilometern pro Stunde über Moore hinweg. Gegen drei Uhr am Nachmittag berührte der Rüssel des Sturms den Boden, nur 16 Minuten, nachdem die Warnungen an die Ortschaften herausgegangen waren, sagte eine Sprecherin des Nationalen Wetterdienstes von Norman der „New York Times“. Dann habe er 20 Meilen zurückgelegt und die Städte Newcastle und Moore getroffen. Fernsehbilder aus Moore zeigten die enorme Größe der dunklen Säule, die ganze Häuser zerlegte, Autos davon riss und nichts als Trümmer hinterließ.

Mehr als 300 Häuser seien zerstört worden, hieß es. In Moore brach die öffentliche Infrastruktur zusammen. Es gab kein fließend Wasser. Nur Generatoren lieferten noch Strom. Weil die Straßenbeleuchtung ausfiel, lagen die Trümmer in der Dunkelheit. Das verlangsamte die Suche nach weiteren Verschütteten, berichtete KFOR-TV. Rettungskräfte und Einwohner suchten mit Taschenlampen verzweifelt weiter. Es wurde befürchtet, dass die Opferzahl noch steigt.

Kommentare (25)

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Account gelöscht!

21.05.2013, 10:06 Uhr

Diese Tornados sind nicht durch ein Vorwarnsystem zu erkennen. Sparen sie sich ihren Zýnismus.

RalphFischer

21.05.2013, 10:09 Uhr

Genaugenommen hatten sie sogar Jahrelang Vorwarnzeit...

Melting Icecaps, burning forrests, floods draughts and Hurricanes. Yet some Americans still believe, global warming is an invention to save heating energy in winter.
(Mr. Fischer 2004)

Der_ewige_Spekulant

21.05.2013, 10:25 Uhr

Ach so! Aber ankommende feindliche Raketen schon ?!

Aber gut, die meisten Amis im Amiland sterben ja bekanntlich in Kinos.

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