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21.10.2011

12:50 Uhr

Mittelamerika

123 Tote durch katastrophale Regenfälle

Seit zehn Tagen sorgt ein Tief für Dauerregen in Mittelamerika. Rund 600.000 Menschen sind betroffen. Am schlimmsten ist es in Guatemala und El Salvador. Hier wurden die heftigsten Regenfälle seit 50 Jahren gemessen.

Im Süden Honduras versuchen Menschen verzweifelt ihre Habseligkeiten vor den Fluten zu retten. dpa

Im Süden Honduras versuchen Menschen verzweifelt ihre Habseligkeiten vor den Fluten zu retten.

TegucigalpaIn Mittelamerika sind durch die heftigen Regenfälle der vergangenen Tage mindestens 123 Menschen ums Leben gekommen. Allein in Honduras sind 56.000 Menschen von dem seit zehn Tagen andauernden Regen betroffen, fast 12.000 mussten in Sicherheit gebracht werden. Dies teilte das Krisenzentrum in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa mit.

Präsident Porfirio Lobo sagte den Betroffenen Unterstützung beim Wiederaufbau der zerstörten Häuser zu. In der Nacht zu Freitag ließen die Niederschläge nach. Am heftigsten betroffen war zuletzt die honduranische Pazifikküste.

Tausende fliehen vor Flut in Mittelamerika

Video: Tausende fliehen vor Flut in Mittelamerika

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Insgesamt wurden in Honduras mehr als 2000 Häuser schwer beschädigt oder zerstört, 44 Straßen und 28 Brücken wurden teilweise unpassierbar. Außerdem vernichtete der Regen die Ernte auf mehr als 4.000 Hektar, die Wasser- und Stromversorgung im Katastrophengebiet wurde unterbrochen.

In El Salvador hatte der Regen zehn Prozent des Territoriums unter Wasser gesetzt, 70 Prozent der Gemeinden des Landes meldeten Schäden, vier Brücken wurden weggespült, 14 schwer beschädigt. Der Leiter des salvadorianischen Zivilschutzes, Jorge Meléndez, berichtete in einer Pressekonferenz am Donnerstag von 34 Todesopfern und fast 52.000 Obdachlose. Rund 150.000 Menschen seien in El Salvador von dem Regen betroffen. El Salvadors Präsident Mauricio Funes besuchte am Donnerstag den besonders betroffenen Osten des mittelamerikanischen Landes.

In der Nacht zu Freitag ließen die Niederschläge in Guatemala nach. Dafür kam eisiger Wind auf, der den Menschen in den Katastrophengebieten zu schaffen machte. Die Behörden meldeten 38 Todesfälle und eine halbe Million von Überschwemmungen Betroffene.

Von

dapd

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