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08.08.2014

02:41 Uhr

Modellauto-Affäre

Steuerfahndung ermittelt gegen Haderthauer

Stürmische Zeiten für Bayerns Staatskanzleichefin Christine Haderthauer: Nach den Betrugsvorwürfen von Ex-Geschäftspartnern und Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sowie Steuerfahndung meldet sich nun ein weiterer Zeuge.

Betrugsvorwürfen und Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sieht sich Christine Haderthauer, Staatsministerin und Leiterin der Bayerischen Staatskanzlei (CSU), bereits ausgesetzt. Nun ermittelt auch noch die Steuerfahndung. Zudem erklären ehemalige Geschäftspartner: Es ging immer nur um Geld. dpa

Betrugsvorwürfen und Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sieht sich Christine Haderthauer, Staatsministerin und Leiterin der Bayerischen Staatskanzlei (CSU), bereits ausgesetzt. Nun ermittelt auch noch die Steuerfahndung. Zudem erklären ehemalige Geschäftspartner: Es ging immer nur um Geld.

MünchenIn die Modellauto-Affäre um Bayerns Staatskanzleichefin Christine Haderthauer (CSU) hat sich auch die Steuerfahndung eingeschaltet. Konkret geht es dabei um die Frage, ob die Gewinne der Haderthauer-Firma Sapor Modelltechnik gegenüber dem Finanzamt und einem früheren Gesellschafter bewusst geschmälert wurden, wie „Spiegel Online“ am Donnerstagabend berichtete.

Insgesamt gehe es nach Ermittlungen der Steuerfahndung um einen Betrag in Höhe von 143.500 Euro, den das Ehepaar Haderthauer den Behörden wie auch ihrem damaligen Mitgesellschafter Roger Ponton verschwiegen haben könnte. Dem Bericht zufolge hatten Augsburger Fahnder am 21. Mai das Haus der Haderthauers in Ingolstadt durchsucht.

Christine Haderthauer war Anfang der 1990er Jahre als Gesellschafterin in die Firma eingestiegen, für die psychisch kranke Straftäter in Krankenhäusern Modellautos bauten. Hauptkonstrukteur war ein dreifacher Mörder, den Haderthauers Ehemann Hubert als Arzt im Maßregelvollzug kennengelernt hatte.

Laut Informationen der „Bild“-Zeitung (Freitagsausgabe), mussten Insassen einer Klinik im bayrischen Ansbach täglich acht und mehr Stunden die hochwertigen Modellautos für eine Firma der Eheleute Haderthauer bauen. Ein ehemaliger Insasse der Klinik sagte der „Bild“, es habe „von 8 bis 16 Uhr, fünf Tage die Woche“ gearbeitet werden müssen. „Wenn ein Modellauto fertig werden musste, ging es schon mal bis 18, 19 Uhr. Manchmal sogar bis 22 Uhr.“

Kommentare (4)

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Herr Werner Christian Wöhrle

08.08.2014, 00:15 Uhr

Beim Wurstmaxl ist noch ein Bett frei!

Am besten gleich ein Doppelbett buchen, nicht nur für die Haderthauerin, nein auch für den Doc Haderthauer.

Herr wulff baer

08.08.2014, 08:09 Uhr

Ganz toll, dieses Bayern.

Berühmt für seine Vettern-Wirtschaft, Rechtsbeugung, Korruption und Steuerhinterziehung mitten im Kabinett.

Lächerliche und unrealistische Wahlversprechungen wie die PKW-Maut beweisen doch, dass dieser "Frei-Staat" von unfähigen und teils kriminellen Dilettanten geprägt ist.

Herr Manfred Zimmer

08.08.2014, 12:21 Uhr

Mir fehlen die Worte für eine Gegenargumentation.

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