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05.03.2012

15:23 Uhr

Mord an Lolita Brieger

Mordprozess beginnt nach 30 Jahren

Vor fast 30 Jahren wurde Lolita Brieger getötet. Kein Tag ist seitdem vergangen, an dem ihre Mutter nicht an sie gedacht oder um sie geweint hat. Am Dienstag kommt der mutmaßliche Mörder ihrer Tochter vor Gericht.

Auf einer Mülldeponie bei Trier fand man 2011 die Leiche der vor 30 Jahren ermordeten Lolita Brieger. Die blaue Folie schützt die Überreste der Toten vor der Witterung. dpa

Auf einer Mülldeponie bei Trier fand man 2011 die Leiche der vor 30 Jahren ermordeten Lolita Brieger. Die blaue Folie schützt die Überreste der Toten vor der Witterung.

TrierDas Warten war das Schlimmste. Darauf, dass die Leiche ihrer Tochter Lolita Brieger endlich gefunden wurde - und dass sich ihr Schicksal aufklärt. Fast 30 Jahre musste Hildegard Brieger aushalten, bis die sterblichen Überreste ihrer Tochter im Oktober 2011 auf einer früheren Müllhalde im nordrhein-westfälischen Frauenkron entdeckt wurden. Und 80 Jahre alt musste sie werden, bis der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder nun am morgigen Dienstag vor dem Landgericht Trier in Rheinland-Pfalz beginnt.

„Endlich ist es soweit“, sagt Brieger in Frauenkron. „Wir haben viel gelitten und leiden immer noch. Unsere ganze Familie ist daran kaputtgegangen.“ Nach dem Verschwinden ihrer Tochter im November 1982 habe sie rasch gespürt, dass Lolita tot sei. „Ich habe gewusst, dass sie nicht mehr lebt.“ Aber die Ungewissheit darüber, wo sie war, sei „nicht zu verkraften“ gewesen.

„Wir haben gesucht und gesucht, aber nichts gefunden.“ Früh fiel bei ihr, wie auch bei der Polizei, der Verdacht auf den nun angeklagten Landwirt aus Scheid. Der heute 50-Jährige war der Freund der 18-jährigen Lolita - und Vater des noch ungeborenen Kindes. Aber trotz Vernehmungen der Polizei konnte dem Eifeler damals nichts nachgewiesen werden.

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