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07.11.2011

16:01 Uhr

Mord offenbar aufgeklärt

Dienstwaffe von toter Polizistin aus Heilbronn entdeckt

Überraschende Wende im Fall einer erschossenen Polizistin in Heilbronn: Viereinhalb Jahre später wurden in Thüringen die Tatwaffen gefunden - in einem Wohnmobil, neben den Leichen von zwei Sparkassenräubern.

Vor viereinhalb Jahren wurde in Heilbronn eine Polizistin getötet. Beamte der Spurensicherung sichern den Tatort. dpa

Vor viereinhalb Jahren wurde in Heilbronn eine Polizistin getötet. Beamte der Spurensicherung sichern den Tatort.

Heilbronn/EisenachViereinhalb Jahre nach dem Mord an einer Polizistin im baden-württembergischen Heilbronn hat der Fall eine überraschende Wende genommen und steht möglicherweise vor der Aufklärung. Die Waffen der im April 2007 erschossenen Polizistin und ihres damals schwer verletzten Kollegen seien in einem Wohnmobil bei Eisenach gefunden worden, in dem zwei Leichen gelegen hätten, teilte das Landeskriminalamt Baden-Württemberg am Montag mit.

Zwei bewaffnete Männer hatten am Freitag in Eisenach eine Sparkasse überfallen. Später fanden die Ermittler zwei Leichen in dem Wohnmobil in Stregda. Nachmittags explodierte dann im sächsischen Zwickau aus ungeklärter Ursache ein Haus, dessen Bewohner vermisst wurden. Am Montag wurden die Toten als die Bewohner identifiziert.

Die Gothaer Polizei stellte bei ihren anschließenden Ermittlungen in dem Wohnmobil die zwei Polizeipistolen sicher. Der Waffenfund wurde laut LKA der Heilbronner Soko Parkplatz umgehend mitgeteilt. Die Staatsanwaltschaft Heilbronn und das LKA ermitteln derzeit in enger Kooperation mit der Thüringer Polizei zu möglichen Zusammenhängen mit dem Heilbronner Polizistenmord.

Die 22-jährige Polizistin war am 25. April 2007 auf der Heilbronner Theresienwiese mit einem Schuss in den Kopf getötet worden. Ihr 25-jähriger Kollege wurde durch Schüsse lebensgefährlich verletzt und kann sich bis heute an die Tat nicht erinnern.

Augenzeugen der Tat wurden nie ermittelt, obwohl das Gelände in der Regel belebt ist. Lediglich der Tatzeitpunkt gegen 14 Uhr gilt als sicher, da Zeugen Schüsse hörten. Lange hatten die Ermittler ihre Hoffnung vor allem auf die am Dienstfahrzeug der Polizisten festgestellte DNA-Spur gesetzt und unter Einbeziehung der Öffentlichkeit eine „Unbekannte weibliche Person“ gejagt.

Die vermeintliche Schwerstkriminelle und Serientäterin, deren DNA an insgesamt rund 40 Tatorten im In- und Ausland sichergestellt worden war, entpuppte sich letztlich als unbescholtene Verpackerin. Ihr genetischer Code befand sich auf den Wattestäbchen, die die Polizei bei der Spurensuche einsetzte.

Von

dapd

Kommentare (2)

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GSG9

07.11.2011, 16:40 Uhr

Da hat sich sicher jemand vom SEK der Sache persönlich angenommen und die Killer der Polizistin ermittelt und liquidiert und sie dann verbrannt. Es soll ja eine weitere Person das brennende Wohnmobil verlassen haben.

Polizeifurz

08.11.2011, 01:03 Uhr

Dubiös,und schon haben wir alle Täter.

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