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03.03.2014

16:44 Uhr

Mordserie im Rheinland

Anwälte diskutieren über Sicherheit

Nach den Mordanschlägen auf Anwaltskanzleien im Rheinland diskutieren Rechtsanwälte über Sicherheitsmaßnahmen. Ohne den Einsatz mutiger Helfer wären laut Polizei vermutlich weitaus mehr Tote zu beklagen.

Polizeieinsatz in Düsseldorf und Erkrath: In Anwaltskanzleien hatte ein Mann drei Menschen getötet. dpa

Polizeieinsatz in Düsseldorf und Erkrath: In Anwaltskanzleien hatte ein Mann drei Menschen getötet.

DüsseldorfDie Mordserie an Anwälten im Rheinland hat eine Diskussion um die Sicherheit in den Kanzleien ausgelöst. „Keiner will eine Verbarrikadierung der Kanzleien“, sagte Martin Huff, Sprecher der Rechtsanwaltskammer Köln, die 13 000 Anwälte vertritt, am Montag. Ein unzufriedener Mandant hatte gestanden, am vergangenen Freitag drei Menschen umgebracht und weitere verletzt zu haben. Er soll in zwei Anwaltskanzleien auf Menschen geschossen sowie Feuer gelegt haben. Er sitzt unter dem Verdacht des dreifachen Mordes und mehrfachen Mordversuchs in Untersuchungshaft.

Mutige Retter hätten am Freitag eine doppelt so hohe Zahl der Todesopfer verhindert, betonte die Polizei. „Die spontanen Helfer haben sich wirklich ganz hervorragend verhalten“, sagte ein Polizeisprecher am Montag in Düsseldorf. Ein 22-Jähriger war in Goch zwei Frauen in einer Pizzeria in ihrem verzweifelten Kampf gegen den mutmaßlichen Dreifachmörder beigesprungen. Er konnte den 48-Jährigen überwältigen und bis zum Eintreffen der Polizei zu Boden drücken. Die Polizei geht davon aus, dass er damit zwei weitere Morde vereitelt hat.

In Erkrath hatte ein 36 Jahre alter Mann das Feuer in der Kanzlei bemerkt. Er brach die Tür auf, löschte den Brand und brachte einen 33 Jahre alten Anwalt, der im Rollstuhl saß und durch einen Bauchschuss und eine Rauchvergiftung in Lebensgefahr war, in Sicherheit.

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Zwei Frauen starben noch am Tatort, ein drittes Opfer ist jetzt den Verletzungen erlegen: Ein Mann hatte am Freitag eine Bluttat in zwei Düsseldorfer Anwaltskanzleien angerichtet. Nach Polizeiangaben sagt der Täter aus.

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Der mutmaßliche Rachefeldzug des gelernten Kochs hatte eine 54-jährige Anwältin und einen 51-jährigen Anwaltskollegen in Düsseldorf das Leben gekostet. Im benachbarten Erkrath starb eine 50-jährige Anwaltsgehilfin. Der 48 Jahre alte mutmaßliche Täter soll von einem Psychiater untersucht werden.

Von

dpa

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