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07.07.2014

15:44 Uhr

Mordvorwürfe gegen Sprinter

Pistorius-Prozess geht weiter

Ein Fernsehsender zeigt ein Video, in dem der wegen Mordes angeklagte südafrikanische Sprinter Oscar Pistorius die Tatnacht nachstellt. Dessen Anwälte kritisieren das: Das Material sei illegal beschafft worden.

Oscar Pistorius im Gerichtssaal: Am Montag wurde die Befragung eines Zeugen fortgesetzt. AFP

Oscar Pistorius im Gerichtssaal: Am Montag wurde die Befragung eines Zeugen fortgesetzt.

JohannesburgAnwälte des wegen Mordes angeklagten Paralympics-Stars Oscar Pistorius haben die Veröffentlichung eines Videos kritisiert, in dem angeblich die Ereignisse der Tatnacht nachgestellt wurden. Das Video, das im Haus des Onkels von Pistorius gedreht worden sein soll, wurde am Sonntag in Australien sowie am Montag in Ausschnitten in südafrikanischen Medien ausgestrahlt.

Das Material sei illegal erhalten worden, hieß es in einer Erklärung der Anwälte am Montag. Die Veröffentlichung sei ein „Vertrauensbruch“ und ein Angriff auf die Privatsphäre der Familie des Angeklagten. Das Gericht habe das Video nicht gesehen, hieß es nach Angaben der Staatsanwaltschaft.

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Paralympics-Star Oscar Pistorius muss sich wegen Mordes an seiner Freundin vor Gericht verantworten. Er verstrickt sich in Widersprüche, die an seiner Unschuld zweifeln lassen. Er könnte auch ein Waffennarr sein.

Am Montag wurde die Befragung eines Zeugen fortgesetzt. Es wird erwartet, dass die Zeugenbefragungen in dieser Woche beendet werden. Nach einer mehrwöchigen Pause sollen dann Verteidigung und Staatsanwaltschaft ihre Plädoyers halten. Bei einem Schuldspruch droht Pistorius eine lebenslange Haftstrafe.

Pistorius hatte in der Nacht zum 14. Februar 2013 in seinem Haus seine Freundin Reeva Steenkamp durch eine verschlossene Toilettentür erschossen. Der 27-Jährige beteuert, dass er hinter der Tür einen Einbrecher vermutet habe und in Panik geraten sei. Der Staatsanwalt beschuldigt ihn des kaltblütigen Mordes.

Von

dpa

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