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05.03.2012

08:58 Uhr

Munitionslager in Brazzaville

Tausende Opfer bei Explosion im Kongo

Die Explosion in einem Munitionslager in der Republik Kongo hat zahlreiche Opfer gefordert. Mindestens 146 Tote soll das Unglück gefordert haben. Ausgelöst wurde der Brand offenbar durch einen Kurzschluss.

Nach der Explosion im Munitionslager steigt eine riesige Rauchwolke über dem Unglücksort auf. AFP

Nach der Explosion im Munitionslager steigt eine riesige Rauchwolke über dem Unglücksort auf.

BrazzavilleBei der Explosionsserie in einem Munitionsdepot in der kongolesischen Hauptstadt Brazzaville sind nach neuen Angaben der Regierung am Sonntag mindestens 146 Menschen ums Leben gekommen. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden die Explosionen durch einen Brand ausgelöst, der durch einen Kurzschluss verursacht worden war, wie die Regierung der Republik Kongo nach einer Sondersitzung in der Nacht zu Montag mitteilte. Demnach war mit Ausnahme einiger Brandherde das Feuer unter Kontrolle.

Nach Angaben der Regierung wurden Ärzte und Apotheken zur Hilfe verpflichtet. Zudem seien mehrere öffentliche Orte wie die Kathedrale, ein Kloster und ein Markt zur Unterbringung der Obdachlosen ausgewiesen worden. Auch mehrere Stadien sollten dafür genutzt werden. In dem Depot im östlichen Stadtteil Mpila hatten sich am Sonntagmorgen fünf schwere Explosionen ereignet. Die Druckwelle sorgte noch in Kinshasa in der Demokratischen Republik Kongo auf der anderen Seite des Kongo-Flusses für Schäden.

Über viele Straßenblöcke hinweg wurden Häuser bei der Explosion beschädigt, Scheiben gingen zu Bruch. AFP

Über viele Straßenblöcke hinweg wurden Häuser bei der Explosion beschädigt, Scheiben gingen zu Bruch.

Der Unglücksort wurde weiträumig abgeriegelt. Rund um das Kasernengelände wurden durch die Wucht der Explosion zahlreiche Häuser vollkommen zerstört. Anwohner flohen mit ihren Habseligkeiten aus der Gegend. Die Regierung rief die Bevölkerung zu Blutspenden auf, während Krankenhäuser von Verletzten überfüllt waren. Augenzeugen zogen die offiziellen Opferzahlen in Zweifel, da allein in der Kaserne 200 Militärangehörige gewesen seien. Frankreich und Marokko kündigten die Entsendung von Hilfslieferungen an.

Von

afp

Kommentare (1)

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N_K

05.03.2012, 11:42 Uhr

"Munitionslager in Brazzaville:
Tausende Opfer bei Explosion im Kongo"

Nachdem es "humanitäre Hilfe" und "böse Rebellen" gibt, sei die Frage erlaubt, ob es hier "Terroristen-" oder "Befreiungshelfer-Munition war, die da in die Luft geflogen ist.
Es ist nämlich ganz wichtig und ein ganz großer Unterschied, ob der TOTGESCHOSSENE von einer GUTEN oder von einer BÖSEN Kugel ins Jenseits befördert wurde. Denn daß er sich TOTGELACHT hat - davon ist wohl kaum auszugehen...

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