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21.03.2017

07:24 Uhr

Nach 250 Morden

Escobars Auftragskiller will in die Politik

23 Jahre saß der Auftragskiller von Kolumbiens berühmten Drogenboss Pablo Escobar im Gefängnis. Nun will Jhon Jairo Velásquez Senator werden. Über das Leben des Mörders will soll es ab April auch eine Serie geben.

Im Auftrag der Mafia hat Jhon Jairo Velásquez alias „Popeye“ mehr als 250 Menschen getötet und saß dafür 23 Jahre im Gefängnis.  dpa

Escobars „Mörder des Vertrauens“

Im Auftrag der Mafia hat Jhon Jairo Velásquez alias „Popeye“ mehr als 250 Menschen getötet und saß dafür 23 Jahre im Gefängnis. 

MedellínEr hat als Auftragsmörder in Diensten von Kolumbiens Drogenboss Pablo Escobar rund 250 Menschen erschossen und Tausende weitere Verbrechen koordiniert – nun will Jhon Jairo Velásquez alias „Popeye“ in die Politik. „Ja, ich will Senator werden“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Medellín. Nach mehr als 23 Jahren Gefängnis war er entlassen worden, weil er bei der Aufklärung der Taten des Medellín-Kartells mit der Justiz kooperiert hat. Sein Leben wurde verfilmt. Im April will der Streaming-Anbieter Netflix, der schon die „Narcos“-Reihe über Escobar ausstrahlte, die Serie zeigen.

Der 54-Jährige polarisiert, Medellíns Bürgermeister Federico Gutiérrez warnte jüngst vor einer Verherrlichung der Verbrechen. In Kolumbien wird 2018 gewählt. Velásquez pocht darauf, dass wegen der geplanten politischen Betätigung von Ex-Mitgliedern der Farc-Guerilla die Gesetze so geändert werden, dass Amnestieregelungen ausgeweitet werden und auch verurteilte Straftäter kandidieren können. Bisher ist das im Rahmen einer Sonderjustiz nur für Farc-Mitglieder möglich.

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Velásquez alias „Popeye“ ist ein scharfer Kritiker von Präsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos und bezeichnet ihn als „korrupt“. Auf Twitter mischt er sich in Debatten ein, nimmt kein Blatt vor den Mund. Jüngst beschwerte er sich über die Unsicherheit in Medellín, nachdem er überfallen worden war. Das Friedensabkommen mit der Farc-Guerilla hält er für zu soft. Er will aber auch die Korruption bekämpfen. Und im Kampf gegen den Kokainhandel, der ihn einst reich machte und der von Gewalt geprägt ist, lautet sein Rezept, es zu legalisieren - um den Teufelskreislauf zu durchbrechen.

Velásquez betont, mit Opfern seiner Verbrechen das Gespräch gesucht und für seine Taten gebüßt zu haben. Rückhalt hat er vor allem in Armenvierteln von Medellín, die einst vom Kartell unterstützt wurden.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

22.03.2017, 10:21 Uhr

"Herr Alfred E. Neumann - 09.03.2017, 12:35 Uhr

Liebe Kommentatoren, leider werden wir noch viereinhalb Jahre mit der psychopatologischen Zonenpfaffentochter oder dem Kriminellen Alkoholiker leben müssen.
Handlungsunfähig werden wir gezwungen zuzuschauen wie dieses großartige Land zugrunde gerichtet wird!"

@HBO
das ist sogar unter meinem Niveau.
Ich bin zwar ein glühender Anhänger von Trump und Putin,und verzweifel an der Grünsozialistischen Merkelregierung, und sehe für unser Reich nur die AFD als Rettung, aber das geht wirklich zu weit.
Bitte Neumann entfernen, der ist ja wohl MAD! Danke

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