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27.10.2014

09:12 Uhr

Nach Amoklauf in den USA

Vierzehnjährige ist Verletzungen erlegen

Ein Jugendlicher hat am Freitag in der Kantine einer US-High School um sich geschossen, dabei tötete er ein Mädchen und verletzte vier Mitschüler. Eine der verletzten Schülerinnen ist nun an ihren Verletzungen gestorben.

Der Amokläufer aus Marysville war erst vor einer Woche zum Prinzen der Homecoming-Feier an seiner Schule gewählt worden. AFP

Der Amokläufer aus Marysville war erst vor einer Woche zum Prinzen der Homecoming-Feier an seiner Schule gewählt worden.

Los Angeles/MarysvilleZwei Tage nach dem Amoklauf an einer High School in der Nähe von Seattle ist einer der verletzten Jugendlichen am Sonntag gestorben. Bei der Toten handele es sich um die 14-jährige Gia Soriano, teilten Vertreter der Providence-Klinik in der Stadt Everett mit.

Drei weitere Schüler werden demnach noch im Krankenhaus behandelt, einer von ihnen schwebt in Lebensgefahr. Der Zustand der zwei anderen Verletzungen wurde als kritisch beschrieben. Sorianos Eltern sagten, sie fühlten sich am Boden zerstört. „Worte können nicht beschreiben, wie sehr wie sie vermissen werden“, erklärten sie.

Am Freitag hatte ein 15-jähriger Schüler der Marysville Pilchuck High School in der Schul-Cafeteria um sich geschossen dabei eine Mitschülerin getötet und insgesamt vier weitere Schüler verletzt. Anschließend hatte er sich selbst getötet.

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Der Schütze namens Jaylen Fryberg war in seiner Schule beliebt, galt als freundlich, spielte im Football-Team und war erst vor einer Woche zum Prinzen der Homecoming-Feierlichkeiten an seiner Schule gewählt worden, wie Eltern und Mitschüler berichteten. Er stammte aus einer prominenten Familie der in der Nähe lebenden Tulalip-Indianer, von denen viele die High School besuchten. Zwei der Verletzen waren mit ihm verwandt.

Eltern und Schüler trafen sich am Sonntag in der Schule. Viele der Jugendlichen weinten. „Wir sind immer noch wacklig auf den Beinen“, sagte Tony Hatch, dessen Cousin verletzt worden war. Sprecher riefen alle auf, jetzt zusammenzustehen.

In den USA fallen immer wieder tödliche Schüsse in Schulen. Nach dem Amoklauf an einer Grundschule in Newtown mit 20 toten Erstklässlern im Dezember 2012 bemühte sich Präsident Barack Obama um schärfere Waffengesetze. Die geplanten Reformen, darunter eine strengere Überprüfung von Waffenkäufern und ein Verbot von halbautomatischen Gewehren, scheiterten aber im Kongress.

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