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22.08.2011

10:58 Uhr

Nach Atomkatastrophe

Fukushima droht dauerhaft Sperrzone zu werden

Die Atomkatastrophe von Fukushima bleibt unkalkulierbar. Tepco bekräftigt, die Ruine bis Januar unter Kontrolle haben zu wollen, es wird jedoch wahrscheinlich, dass die Evakuierungszonen für immer unbewohnbar bleiben.

Ein Geigerzähler im Einsatz auf einem Spielplatz in der Präfektur Fukushima. dpa

Ein Geigerzähler im Einsatz auf einem Spielplatz in der Präfektur Fukushima.

Das Gebiet rund um die Atomruine Fukushima wird möglicherweise noch auf lange Sicht unbewohnbar bleiben. „Wir können nicht ausschließen, dass es einige Gegenden geben könnte, wo es für die Bewohner für lange Zeit schwer sein dürfte, in ihre Häuser zurückzukehren“, sagte Regierungssprecher Yukio Edano am Montag. Der unter Rücktrittsdruck stehende Regierungsschef Naoto Kan will das nach eigenen Worten möglicherweise noch an diesem Samstag den Menschen in Fukushima vor Ort erklären.

Die Gegend im Umkreis von 20 Kilometern um das Atomkraftwerk ist Sperrgebiet und darf nur mit staatlicher Genehmigung und Strahlenschutzkleidung betreten werden. Der Betreiber der havarierten Atomanlage, Tepco, will die Reaktoren bis Januar unter Kontrolle bringen. Nach jüngsten Angaben des Energiekonzerns ist die aus dem Atomkraftwerk weiterhin austretende Radioaktivität in den vergangenen Wochen weiter gesunken.

Derzeit träten aus den Reaktoren 1, zwei und drei noch maximal 200 Millionen Bequerel pro Stunde an radioaktiven Substanzen aus. Vor gut einem Monat waren es noch 1 Milliarde Bequerel. Die jüngsten Werte bedeuten, dass ein Mensch in der Nähe des AKW über einen Zeitraum von einem Jahr hinweg bis zu 0,4 Millisievert abbekäme - die von der Regierung festgelegte Höchstgrenze liegt bei einem Millisievert pro Jahr.

Nach Angaben von Regierungssprecher Edano will der Staat zunächst weitere genaue Strahlenmessungen und Dekontaminierungsschritte abwarten sowie sich mit den betroffenen Gemeinden beraten, bevor eine endgültige Entscheidung über Dauer und Umfang der Sperrzone gefällt wird, wie die Nachrichtenagentur Kyodo am Montag berichtete.

 

Von

dpa

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