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04.11.2015

20:49 Uhr

Nach dem Airbus-Absturz über Ägypten

London setzt Flüge von Scharm el Scheich aus

Der Absturz des russischen Flugzeugs über der Sinai-Halbinsel bleibt rätselhaft. Doch die Behörden schließen eine Bombe an Bord nicht mehr aus. Großbritannien setzt vorsichtshalber alle Flüge von Scharm el Scheich aus.

Neuigkeiten nach Absturz

Unglücksmaschine brach schon in der Luft auseinander

Neuigkeiten nach Absturz: Unglücksmaschine brach schon in der Luft auseinander

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Moskau/LondonNach dem Absturz einer russischen Passagiermaschine hat Großbritannien aus Sorge vor Anschlägen den Start von Flugzeugen im ägyptischen Scharm el Scheich gestoppt. Nachdem es nun mehr Informationen gebe, „machen wir uns Sorgen, dass das Flugzeug durchaus durch einen Sprengkörper zum Absturz gebracht worden sein kann“, teilte die Regierung in London am Mittwoch mit.

Am Abend werde es keine weiteren Abflüge in Richtung Großbritannien geben. Zunächst solle britischen Experten Zeit gegeben werden, die Sicherheitsvorkehrungen vor Ort zu prüfen. Die Regierung ging davon aus, dass dies noch am Mittwoch abgeschlossen werde. „Wir betonen, dass es eine Vorsichtsmaßnahme ist“, hieß es in der Mitteilung.

Nach dem Start in Scharm el Scheich war am Samstag ein russisches Flugzeug über der Sinai-Halbinsel abgestürzt. 224 Menschen kamen ums Leben. Die Unglücksursache ist noch unklar. Es ist das schwerste Unglück in der Geschichte der russischen Luftfahrt.

Airbus-Absturz über dem Sinai: Airline und Ermittler widersprechen sich

Airbus-Absturz über dem Sinai

Airline und Ermittler widersprechen sich

Die über der Sinai-Halbinsel abgestürzte russische Passagiermaschine gibt weiter Rätsel auf. Während die Fluggesellschaft erklärt, die Absturzursache müsse von außen kommen, schließen Ermittler wohl genau das aus.

In Ägypten beginnt jetzt die Analyse der Flugschreiberdaten. Wie das Ministerium für zivile Luftfahrt am Mittwoch mitteilte, konnten die Informationen vom Datenrekorder sichergestellt werden. Der Stimmenrekorder, der Tonaufnahmen der Gespräche von Pilot und Copilot sowie weitere Geräusche im Cockpit speichert, sei jedoch zum Teil beschädigt, hieß es. Hier müsse noch einiges getan werden, bevor die Daten extrahiert werden könnten. Bergungsteams weiteten die Suche am Unglücksort deutlich aus.

Die Bergungsmannschaften würden nun auf der Sinai-Halbinsel auf 40 Quadratkilometern nach Hinweisen für die Ursache der Katastrophe sowie nach weiteren sterblichen Überresten der Opfer suchen, sagte Russlands Zivilschutzchef Wladimir Putschkow. Zur besseren Übersicht des Trümmerfelds werden auch Drohnen eingesetzt. „Wir suchen Zentimeter für Zentimeter ab“, meinte Putschkow. Bisher hatten die Teams auf einem Gebiet von 30 Quadratkilometern gesucht.

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