Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.08.2011

15:21 Uhr

Nach dem Skandal

China nimmt Lebensmittelpanscher fest

Nach mehreren Lebensmittelskandalen geht die chinesische Regierung mit aller Härte gegen illegale Machenschaften in der Nahrungsmittelproduktion vor. Seit April wurden 5000 Betriebe geschlossen

Die chinesische Lebensmittelindustrie soll künftig sauberer arbeiten. Quelle: dpa

Die chinesische Lebensmittelindustrie soll künftig sauberer arbeiten.

PekingNach einer Reihe von Lebensmittelskandalen haben die chinesischen Behörden bei ihrem Vorgehen gegen illegale Machenschaften in der Nahrungsmittelindustrie nach eigenen Angaben rund 2000 Menschen festgenommen und fast 5000 Betriebe geschlossen. Seit Beginn der Prüfungen im April seien fast sechs Millionen Betriebe untersucht worden, teilte die Regierungskommission für Lebensmittelsicherheit am Mittwochabend mit. Die Razzien gegen den Einsatz illegaler Nahrungsmittelzusätze würden fortgesetzt, „Kriminelle“ streng bestraft. 

China wird seit Jahren immer wieder von Lebensmittelskandalen erschüttert. Nachdem 2008 sechs Kinder nach dem Konsum von Milchpulver gestorben waren, in das die gesundheitsschädliche Chemikalie Melamin gemischt worden war, und fast 300.000 Kinder wegen schwerer Nierenleiden behandelt werden mussten, kündigte die Regierung wiederholt ein strenges Vorgehen gegen das Verunreinigen von Lebensmitteln an. Bei besonders schweren Vergehen können Verantwortliche sogar mit dem Tod bestraft werden. 

Allerdings gab es in China auch nach dem Milchpulverskandal immer wieder Fälle von verseuchten Lebensmitteln. So wurden mit Schwermetallen belastete Reiskörner entdeckt, mit krebserregenden Nitraten verseuchte Bohnensprossen, chemisch gefärbte Brötchen, Schweinefleisch mit Anabolika-Rückständen oder mit einer so hohen Bakterienkonzentration, dass das Fleisch im Dunkeln buchstäblich leuchtete.

 

Von

afp

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×