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27.12.2013

13:13 Uhr

Nach drei Tagen im Eis

Festgefrorenes Antarktis-Schiff vor Rettung

Seit drei Tagen harren die Passagiere eines Forschungsschiffes in der Antarktis aus. Das Schiff steckt im Eis fest. Doch Hilfe ist in Sicht: Ein chinesischer Eisbrecher ist bereits in der Nähe.

Die MV Akademik Shokalskiy im Hafen von Argentinien. Das Schiff steckt derzeit in der Antarktis fest. Foto: Wikipedia/DiedrichF Creative Commons Lizenz CC BY 2.0 dpa

Die MV Akademik Shokalskiy im Hafen von Argentinien. Das Schiff steckt derzeit in der Antarktis fest. Foto: Wikipedia/DiedrichF Creative Commons Lizenz CC BY 2.0

SydneyRettung für das im Polareis eingeschlossene Forschungsschiff mit Wissenschaftlern und Touristen an Bord: Am Freitag sichtete die Besatzung den chinesischen Eisbrecher „Snow Dragon“ am Horizont. Das Schiff soll den Eingeschlossenen in der Antarktis rund 2800 Kilometer südlich der australischen Stadt Hobart einen Weg aus dem Eis aufs freie Meer bahnen. Für alle Fälle sei ein weiterer Eisbrecher ganz in der Nähe, berichtete die australische Behörde für Seesicherheit (Amsa).

„Es herrscht große Erleichterung im Team, hier gibt es jetzt jede Menge fröhliche Gesichter“, berichtete Expeditionsleiter Chris Turney am späten Abend (Ortszeit) über Videolink. Die „MV Akademik Shokalskiy“ sitzt seit dem 1. Weihnachtstag im Eis fest. Die Besatzung setzte einen Notruf ab, weil das Schiff aus eigener Kraft nicht mehr aus der Eisdecke kam. An Bord sind nach Angaben der Behörde 74 Menschen. Darunter sind 26 Touristen, die mit Klimaforscher Turney und Kollegen auf den Spuren eines Polarforschers unterwegs sind, der die Region vor 100 Jahren erkundete.

Am Freitag sah es zunächst so aus, als müssten die Leute länger als geplant im Eis ausharren. Die Eisschicht, die das Schiff vom offenen Meer trennte, war innerhalb von zwei Tagen von zwei auf mehr als 20 Kilometer angewachsen. Für den chinesischen Eisbrecher war das Durchkommen jedoch eine Kleinigkeit. Die „Shokalskiy“ wollte nach Neuseeland weiterfahren, wo die Expedition am 6. Januar enden soll.

Von

dpa

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