Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.07.2013

10:26 Uhr

Nach Erschütterungen in Neuseeland

Neues Erdbeben in Wellington befürchtet

Nach einem Beben der Stärke 6,5 warnen Experten vor einem neuerlichen Erdstoß in Neuseeland. In der Hauptstadt Wellington haben unterdessen die Aufräumarbeiten begonnen.

In der neuseeländischen Hauptstadt Wellington hat ein Erdbeben ein Containerterminal am Hafen schwer beschädigt. Verletzt wurde niemand. AFP

In der neuseeländischen Hauptstadt Wellington hat ein Erdbeben ein Containerterminal am Hafen schwer beschädigt. Verletzt wurde niemand.

WellingtonNach dem Erdbeben vom Wochenende haben Einsatzkräfte in Neuseelands Hauptstadt Wellington eine umfangreiche Aufräumaktion gestartet. Einige Teile der Stadt waren am Montag weiterhin abgesperrt, Rettungskräfte räumten Trümmer beiseite, Angestellte blieben aus Furcht vor einem weiteren Großbeben zuhause. Experten zufolge besteht eine Wahrscheinlichkeit von etwa 20 Prozent, dass Wellington binnen der nächsten Woche von einem Erdstoß der Stärke 6,0 oder noch höher erschüttert wird.

Am Sonntagnachmittag (Ortszeit) hatte ein Beben der Stärke 6,5 die Stadt erschüttert und etliche Straßen und Gebäude leicht beschädigt. Mindestens 35 Häuser sind im Geschäftsviertel beschädigt worden, Fenster gingen zu Bruch, an einigen Fassaden bröckelte der Putz. An der Seite eines Containerterminals brach ein 15 Meter breites Stück Land weg und versank im Hafenbecken. Dennoch blieben die Schäden nach Behördenangaben eher oberflächlich. Laut Bürgermeisterin Celia Wade-Brown lagen Berichte über einige Leichtverletzte vor, insgesamt sei die Küstenstadt glimpflich davongekommen. „Wir sind sehr dankbar, ein solch massives Beben glücklich überstanden zu haben“, sagte Wade-Brown.

Erschütterung: 47 Tote bei zwei Erdbeben in China

Erschütterung

47 Tote bei zwei Erdbeben in China

Mindestens 47 Menschen sind bei zwei aufeinanderfolgenden Erdbeben im Nordwesten von China ums Leben gekommen. Fast 300 Menschen sind verletzt. Für Rettungskräfte ist die abgelegene, bergige Region schwer zugänglich.

Schlimmere Folgen blieben den Bewohnern wohl vor allem erspart, weil das Epizentrum des Bebens immerhin rund 57 Kilometer entfernt von Wellington lag. Neuseelands Hauptstadt liegt unweit von fünf unterirdischen Verwerfungen, also Bruchstellen im Gestein.

Dem schweren Beben waren bereits einige Erschütterungen vorausgegangen, wenige Minuten später folgten ihm ein Nachbeben mit einer Stärke von 5,5 und etwa zehn Stunden später ein Beben der Stärke 5,8. Auch in anderen Landesteilen waren die Erschütterungen zu spüren, Menschen rannten in Panik aus Kinos und Geschäften.

Die Menschen seien verständlicherweise nervös, sagte der Sprecher des Katastrophenschutzes, Rian van Schalkwyk. Ein Erdbeben der Stärke 6,3 hatte 2011 in Christchurch 185 Menschenleben gefordert und Teile der Innenstadt zerstört. Ein ähnlich folgenschweres Beben ist auch in Wellington nicht ausgeschlossen, warnt die Erdbebenbehörde GeoNet. „Dies ist eine gute Gelegenheit für jeden, seine Notfallvorsorge und - pläne zu überprüfen“, sagte die Bürgermeisterin.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×