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18.01.2015

10:53 Uhr

Nach Feueralarm

Verkehr im Eurotunnel läuft wieder

Der Tunnel unter dem Ärmelkanal gilt als „modernes Weltwunder“. Ganz ungefährlich sind die Fahrten 40 Meter unter dem Mehresboden aber nicht. Ein brennender Lkw hat jetzt die Rauchmelder anspringen lassen und den Verkehr in beiden Röhren zum Erliegen gebracht.

Ein Eurostar-Zug am französischen Ende des Eurotunnels: Der Zugverkehr kam in Folge eines Brands im Tunnel vollends zum Erliegen. AFP

Ein Eurostar-Zug am französischen Ende des Eurotunnels: Der Zugverkehr kam in Folge eines Brands im Tunnel vollends zum Erliegen.

LondonWegen eines Lastwagenbrands ist der Verkehr im Eurotunnel unter dem Ärmelkanal stundenlang zum Erliegen gekommen, erst am frühen Sonntagmorgen wurde er wieder aufgenommen. Durch den Brand hatte sich am Samstag Rauch in dem Tunnel ausgebreitet, der gesamte Bahnverkehr zwischen Frankreich und Großbritannien wurde unterbrochen. Der Zwischenfall sorgte für einiges Reisechaos, zu Schaden kam aber niemand.
Laut dem Betreiber lief der Personenverkehr am Sonntag wieder normal. Im Frachtverkehr müsse jedoch weiter mit Verspätungen gerechnet werden.
Rauchmelder in einer der Tunnel-Röhren hatten gegen Samstagmittag Alarm geschlagen, als ein aus Großbritannien kommender Lkw-Frachtzug den Tunnel passierte. Der gesamte Zugverkehr wurde gestoppt und blieb über Stunden unterbrochen. Alle Züge im Tunnel mussten umkehren, 42 Fahrer der Lastwagen auf dem Frachtzug wurden in Sicherheit gebracht.

Später stellte sich heraus, dass auf einem der Lastwagen ein kleinerer Brand ausgebrochen war, dadurch entwickelte sich nach Angaben der Behörden starker Rauch. Größere Schäden entstanden jedoch nicht, so dass beide Tunnelröhren am Sonntag wieder freigegeben werden konnten.
Der Vorfall sorgte auf beiden Seiten des Ärmelkanals für Chaos. Im Londoner St. Pancras-Bahnhof bildeten Eurotunnel-Kunden lange Schlangen. Einige Fahrgäste verbrachten die Nacht im Hotel, andere stiegen auf Fähren um. Mehrere Passagiere klagten über mangelnde Informationen.
Der Eurotunnel besteht aus zwei Röhren. In einer verkehren die Eurostar-Passagierzüge sowie die Shuttle-Züge mit Autos an Bord in Richtung Norden, in der anderen in der Gegenrichtung. Für Lastwagen gibt es bei der 50 Kilometer langen Verbindung, die auf 38 Kilometern Länge unter dem Meeresboden verläuft, eigene Fracht-Züge.

Von

dpa

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