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11.01.2015

14:27 Uhr

Nach Flugzeugabsturz

Blackbox der Air-Asia-Maschine entdeckt

Die Untersuchung der Unglücksursache für den Absturz der AirAsia-Maschine geht voran. Nun haben indonesische Taucher die Blackbox des Flugzeugs gefunden.

Rettungskräfte haben Wrack-Teile der Air-Asia-Maschine geborgen. Experten sollen die Teile nun untersuchen. AFP

Rettungskräfte haben Wrack-Teile der Air-Asia-Maschine geborgen. Experten sollen die Teile nun untersuchen.

Pangkalan Bun Indonesische Taucher haben die Blackbox der Ende Dezember abgestürzten AirAsia-Maschine entdeckt. Weil die Blackbox mit dem Stimmenrekorder und dem Flugschreiber jedoch unter dem Wrack des Flugzeugs eingeklemmt sei, hätten sie diese zunächst nicht bergen können, erklärte das Verkehrsministerium in Jakarta am Sonntag. Die Experten erhoffen sich von der Auswertung der Geräte Hinweise auf die Absturzursache.

Am Samstag - knapp zwei Wochen nach dem Absturz des AirAsia-Flugzeugs - hatten Einsatzkräfte ein Teil des Hecks aus der Javasee vor Indonesien geborgen. Das Stück wurde am Samstag aus einer Tiefe von 30 Metern mit Hilfe von aufblasbaren Säcken und einem Kran zu einem Rettungsschiff hochgezogen.

Die Maschine war am 28. Dezember im indonesischen Surabaya mit 162 Menschen an Bord gestartet und auf halbem Weg nach Singapur in die Javasee gestürzt. Bislang wurden 48 Leichen geborgen. Starker Wind und hoher Seegang haben die Suche nach weiteren Opfern und Wrackteilen verzögert.

Das Verschwinden von Air Asia Flug 8501

Start

Flug Air Asia 8501 hebt am Sonntagmorgen um 05.31 Uhr Ortszeit (23.31 Uhr MEZ) vom Flughafen Surabaya ab und nimmt Kurs auf Singapur.

Quelle: AP

Letzter Funkkontakt

Der Pilot und die Bodenkontrolle der indonesischen Luftfahrtbehörden haben um 06.31 Uhr letztmals Kontakt. Der Pilot bittet um Erlaubnis, den Kurs nach links zu ändern und auf eine Höhe von 34.000 Fuß (10.360 Meter) zu steigen, um Wolken zu umfliegen. Ein Notsignal aus dem Cockpit gab es jedoch nicht, wie Djoko Murjatmodjo sagte, Indonesiens amtierender Generaldirektor für Transport.

Kein Kontakt mehr

Nach Angaben der Fluggesellschaft Air Asia ist der Airbus A320-200 zum Zeitpunkt des letzten Kontakts auf der vorgesehenen Flugroute. Nach Murjatmodjos Worten wird vermutet, dass der Flieger über der Javasee verschwand, und zwar zwischen Tanjung Pandan auf der Insel Belitung und Pontianak auf dem indonesischen Teil der Insel Borneo.

Suche startet

Die drei umliegenden Staaten Indonesien, Singapur und Malaysia starten eine Suchmission. Drei indonesische Flugzeuge werden zur mutmaßlichen Stelle des Verschwindens entsandt, Singapur stellt zwei C-130-Flugzeuge.

Angehörige am Flughafen

Dutzende Angehörige der Menschen an Bord des vermissten Flugzeugs strömen zum Flughafen Surabaya und warten in einem Raum gemeinsam auf Nachricht.

Air-Asia-Chef meldet sich via Twitter

Der malaysische Chef von Air Asia, Tony Fernandes, meldet sich über Twitter zu Wort: „Danke für eure Gedanken und Gebete. Wir müssen stark bleiben.“ Später kündigt er an, selbst nach Surabaya zu reisen.

Das Heckteil war am Mittwoch entdeckt worden. Die Bergung war durch die raue See und die starke Strömung erschwert worden. Am Freitag hatten die Suchmannschaften nur rund einen Kilometer von dem Heckteil entfernt akustische Signale geortet.

Der indonesische Transportminister Ignasius Jonan griff am Freitag hart gegen fünf Fluggesellschaften durch und strich vorübergehend 61 Flüge. Grund dafür war, dass sie ohne Erlaubnis bestimmte Strecken in der Umgebung geflogen sein sollen.

Zuvor wurden alle Flüge von AirAsia auf der Route zwischen Surabaya und Singapur ausgesetzt, nachdem entdeckt worden war, dass die Billig-Airline keine Erlaubnis hatte, sonntags zu fliegen.

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