Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.06.2014

12:19 Uhr

Nach Flugzeugabsturz

Luftwaffe vermutet Fehler von Learjet-Pilot

Nach dem Absturz eines Zivilflugzeuges im Sauerland hat die Polizei die Suche nach Leichen- und Trümmerteilen eingestellt. Das Unglück geschah während eines Manövers. Die Luftwaffe hat bereits den Schuldigen ausgemacht.

Die Polizei hat die Suche nach Leichen- und Trümmerteilen eingestellt. dpa - picture-alliance

Die Polizei hat die Suche nach Leichen- und Trümmerteilen eingestellt.

OlsbergNach der Kollision eines Flugzeugs mit einer Bundeswehrmaschine im Sauerland deutet nach Angaben der Luftwaffe Vieles auf einen Fehler des Learjet-Piloten hin. Da bei dem Eurofighter der Außentank abgerissen sei, gehe man davon aus, dass die Privatmaschine zu dicht von unten an den Kampfjet herangeflogen sei, sagte ein Sprecher der Luftwaffe am Mittwoch in Berlin. „Wir müssen natürlich den abschließenden Bericht abwarten, aber es wird in diese Richtung laufen.“

Die „Süddeutsche Zeitung“ und „Spiegel Online“ hatten zuvor berichtet, der Learjet habe den Eurofighter in einer Linkskurve von unten getroffen. Dabei beriefen sie sich auf mit den Ermittlungen vertraute Insider. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) bezeichnete das als „reine Spekulation, eine Variante von vielen möglichen“. Die Untersuchungen seien längst noch nicht so weit, um zu dem Flugverlauf der Maschinen etwas sagen zu können, teilte ein BFU-Sprecher mit.

Eurofighter in Zahlen

Abmessungen

Länge: 15,96 m
Höhe: 5,28 m
Spannweite: 10,95 m

Gewicht

Leergewicht: 11.000 kg
Startgewicht: max. 23.500 kg
maximale Zuladung: 7.500 kg

In der Bundeswehr

Die Luftwaffe schafft derzeit insgesamt 140 Eurofighter an – die Zahl war Anfang 2014 von 177 auf den neuen Wert gekürzt worden.

Leistung

Nachbrennerschub: 2 x 90 kN
Höchstgeschwindigkeit: Mach 2,35
Startstrecke: < 700 m
Landestrecke: < 600 m

Nach dem Absturz eines Zivilflugzeugs bei einer Luftwaffen-Übung im Sauerland hat die Polizei die Suche nach weiteren Leichenteilen eingestellt. Das gelte auch für Trümmerteile. Bis zum späten Dienstagabend seien alle Gebiete abgesucht worden, in denen Überreste vermutet wurden, sagte ein Sprecher der Polizei in Meschede am Mittwoch.

Am Dienstag seien 160 Polizisten im Einsatz gewesen. Insgesamt wurde eine etwa drei Kilometer lange Schneise entlang der Flugrichtung bis hin zur Hauptabsturzstelle kurz hinter der Ortschaft Olsberg-Elpe durchkämmt.

Das Zivilflugzeug war am Montag an dem Manöver beteiligt gewesen. Nach einer Kollision mit einem Eurofighter der Luftwaffe stürzte es ab. Die 50 und 43 Jahre alten Besatzungsmitglieder, zwei ehemalige Militärpiloten, sind vermutlich tot. Am Wrack waren bereits mehrere Leichenteile gefunden worden.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

25.06.2014, 13:02 Uhr

"Da bei dem Eurofighter der Außentank abgerissen sei, gehe man davon aus, dass die Privatmaschine zu dicht von unten an den Kampfjet herangeflogen sei..."

...oder der Kampfjet von oben zu dicht an die Privatmaschiene herangefolgen sei.

Man kann es so oder so sehen, aber die Haltung und Erklärung sprechen schon jetzt leider Bände.

Den Hinterbliebenen viel Kraft und Zeit, dieses Schicksal zu verarbeiten.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×