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12.09.2014

14:09 Uhr

Nach Gefängnisausbruch

High-School-Todesschütze gefasst

Anfang 2012 tötete er drei Schüler in einer High School in den USA. Jetzt gelang es dem Todesschützen, kurzzeitig aus dem Gefängnis zu fliehen. Die Polizei konnte den 19-Jährigen nach eigenen Angaben wieder fassen.

Informationen lokaler Medien nach kletterte der Mann offenbar während einer Pause zusammen mit zwei anderen Insassen über einen Zaun des Oakwood-Gefängnisses. ap

Informationen lokaler Medien nach kletterte der Mann offenbar während einer Pause zusammen mit zwei anderen Insassen über einen Zaun des Oakwood-Gefängnisses.

Cleveland Er erschoss drei Schüler in einer High School bei Cleveland – nun ist der Todesschütze kurzzeitig aus einem Gefängnis im US-Bundesstaat Ohio ausgebrochen. Die Polizei in der Stadt Lima konnte den 19-Jährigen jedoch nach eigenen Angaben am frühen Freitagmorgen (Ortszeit) fassen und zurück ins Gefängnis bringen.

Im Februar 2012 hatte der damals 17-Jährige in einer Cafeteria der Schule in Chardon das Feuer eröffnet. Zwei 16-Jährige und ein 17-Jähriger starben an ihren Schussverletzungen. Zwei Schüler wurden verletzt. 2013 wurde der Todesschütze unter anderem wegen Mordes zu einer dreimal lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Am Donnerstag kletterte der Mann nach Informationen lokaler Medien offenbar während einer Pause zusammen mit zwei anderen Insassen über einen Zaun des Oakwood-Gefängnisses. Wenige Stunden später konnte die Polizei ihn und einen der beiden anderen Männer wieder fassen. Zuvor hatte sie bei der Suche via Facebook um Hinweise gebeten.

Zu den näheren Umständen der Flucht und der Festnahme gab es zunächst keine offiziellen Angaben. „Wir haben ihn...Jetzt noch einer“, twitterte die Polizei in Lima lediglich. Ein 45-Jähriger sei weiter auf der Flucht, sagte der Polizeisprecher Andy Green laut BBC.

Amokläufe an amerikanischen Schulen und Universitäten

20. April 1999 - Littleton

Zwei mit Sturmgewehren bewaffnete US-Schüler töten in der Columbine High School in Littleton (Colorado) zwölf Mitschüler und einen Lehrer. Danach erschießen sich die Täter selbst.

21. März 2005 - Minnesota

Ein 16-Jähriger erschießt in einem Indianerreservat im US-Bundesstaat Minnesota zunächst seinen Großvater und dessen Lebensgefährtin. Anschließend tötet er in der Red Lake High School fünf Schüler, einen Sicherheitsbeamten und eine Lehrerin. Nach einem Schusswechsel mit der Polizei tötet sich der Junge selbst. Der Teenager war ein Hitler-Bewunderer mit Kontakten zu einer Neonazi-Gruppe.

12. Oktober 2006 - Pennsylvania

Der Fahrer eines Milchwagens erschießt im Bundesstaat Pennsylvania fünf Mädchen in einer Amish-Schule. Der 32-Jährige tötet die Kinder mit Kopfschüssen. Als Polizisten die Schule stürmen, bringt er sich um.

16. April 2007 - Blacksburg

Ein Amokläufer erschießt in der Technischen Universität in Blacksburg im US-Bundesstaat Virginia 32 Studenten und Lehrkräfte. Beim Eintreffen der Polizei nimmt sich der 23 Jahre alte Englischstudent aus Südkorea das Leben.

10. Oktober 2007 - Cleveland

Ein 14-jähriger Schüler läuft in einer technischen Oberschule in Cleveland (US-Bundesstaat Ohio) mit zwei Revolvern Amok. Er verletzt zwei Lehrer und zwei Mitschüler und erschießt sich dann selbst. Der jugendliche Amokläufer habe offenbar aus Zorn über einen Schulverweis zur Waffe gegriffen.

14. Februar 2008 - Illinois

Mitten in einer Vorlesung an der Northern Illinois University rund 100 Kilometer westlich von Chicago erschießt ein 27 Jahre alter Amokläufer am Valentinstag fünf Menschen und tötet sich anschließend selbst. Bis zum Frühjahr 2007 hatte er dort Soziologie studiert. Der offensichtlich psychisch kranke Täter trug auf den Armen Tätowierungen mit Horror-Motiven.

3. April 2012 - Kalifornien

Ein Amokläufer erschießt an einem christlichen Privatcollege in Kalifornien sieben Menschen. Der 43-Jährige ist ein ehemaliger Student in Oakland. Fünf Opfer sterben am selben Tag im Kugelhagel, zwei weitere erliegen später ihren Verletzungen.

Eine Mutter, deren 16-jähriger Sohn bei den Schüssen vor zweieinhalb Jahren getötet wurde, zeigte sich bestürzt über die Flucht. „Ich bin entsetzt darüber, dass das passiert ist“, sagte sie laut BBC-Bericht.

Der Todesschütze hatte demnach vor Gericht gegrinst, wenn Angehörige der Opfer das Wort ergriffen. Bei seiner Verurteilung öffnete er sein Hemd, unter dem er ein T-Shirt mit der Aufschrift „Killer“ trug.

Obwohl ihm eine Psychose und Halluzinationen attestiert worden waren, wurde dem Jugendlichen der Prozess nach Erwachsenenrecht gemacht.

Von

dpa

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