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15.05.2012

19:35 Uhr

Nach Havarie

Passagiere der „Costa Concordia“ kämpfen um Entschädigung

Vier Monate nach dem Unglück der „Costa Concordia“ streiten noch knapp 250 Passagiere mit der Kreuzfahrtgesellschaft um eine Entschädigung. Einige fordern eine sechsstellige Summe.

Das gekenterte Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" vor der Küste von Giglio, Italien (Archivfoto vom 31.01.2012). dpa

Das gekenterte Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" vor der Küste von Giglio, Italien (Archivfoto vom 31.01.2012).

RomVier Monate nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffs „Costa Concordia“ gibt es nach Medienberichten noch knapp 250 Fälle, in denen Passagiere mit der Kreuzfahrtgesellschaft um Entschädigung streiten. Unter anderem gebe es 40 Fälle in den USA, zitierten italienische Medien am Dienstag den Chef der italienischen Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere, Gianni Onorato. Mit den übrigen, die Ansprüche angemeldet hatten, habe man sich auf Entschädigungen einigen können.

Über die Entschädigung für eine Reihe von Passagieren werde derzeit in außergerichtlichen Verfahren in den USA mit dem US-Konzern Carnival verhandelt, zu dem die Reederei Costa Crociere gehört, sagte Michael Verhoven in Mailand, der mit dem US-Anwalt John Arthur Eaves zusammenarbeitet.

Die Reederei hatte für die Schreckensnacht in manchen Fällen 11.000 Euro plus 3000 Euro für zusätzliche Ausgaben angeboten. Eaves hingegen verlangte kürzlich mindestens 100.000 Dollar pro Mandant, bei Todesfällen zwei bis fünf Millionen Dollar.

Die „Costa Concordia“ hatte im Januar nahe an der Insel Giglio einen Felsen gerammt und war mit mehr als 4200 Passagieren und Crew-Mitgliedern gekentert. 30 Leichen wurden geborgen, zwei Menschen werden noch vermisst.

Von

dpa

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