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14.01.2011

22:22 Uhr

Nach Hindu-Fest

Über 100 Tote bei Massenpanik in Indien

Bei einem der populärsten hinduistischen Feste sind in Südindien Polizeiangaben zufolge über 100 Menschen bei einer Massenpanik ums Leben gekommen, 25 seien verletzt worden. Auslöser war demnach ein mit Pilgern voll besetzter Geländewagen, der in eine Menschenmenge raste.

Indische Pilger auf dem Weg zu einem Tempel. dpa

Indische Pilger auf dem Weg zu einem Tempel.

HB KOCHI. Die Gläubigen hätten sich auf dem Heimweg vom Sabarimala Schrein im Staat Kerala befunden, teilte ein Sprecher der örtlichen Polizei mit. Sie seien auf einem schmalen Pfand durch einen dichten Wald vom Gipfel des Hügels abgestiegen. Das unwegsame Gelände erschwerte die Rettungsarbeiten.

Das jährlich stattfindende, zwei Monate andauernde Fest jeweils Millionen Gläubige zu dem abgelegenen Tempel. Dort beten die Pilger zu der hinduistischen Gottheit Ayyappan. Die Zeremonie am Freitag bildete den Abschluss des Fests.

Rund 150 000 Menschen sollen ihr nach einem Bericht der Zeitung „Press Trust Of India“ beigewohnt haben. Demnach waren rund 2 000 Polizisten rund um den Schrein im Einsatz, um solche Unfälle zu verhindern. In der vergangenen Woche war bereits ein Mensch bei einer kleinen Massenpanik ums Leben gekommen.

Tote durch Massenpaniken sind in Indien keine Seltenheit. Oft kommen zu religiösen Anlässen auf engstem Raum zahlreiche Gläubige ohne ausreichende Sicherheitsvorkehrungen zusammen. Im März kamen 63 Menschen im Staat Uttar Pradesh ums Leben, als in einem Tempel anlässlich einer Feier kostenlose Nahrungsmittel und Kleidung an Arme ausgegeben wurden. Im Jahr 2008 wurden über 145 Pilger bei einer Massenpanik an einem abgelegenen Tempel am Fuße des Himalaja getötet.

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