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27.07.2014

16:58 Uhr

Nach langwieriger Bergung

Costa Concordia hat Ziel erreicht

Gut zweieinhalb Jahre nach der Havarie der „Costa Concordia“ ist die beispiellose Bergung des Wracks geschafft. Der Kreuzfahrtriese erreichte seinen Abwrackhafen Genua. Die Aktion soll über eine Milliarde Euro kosten.

Ankunft in Genua

Die letzte Fahrt der Costa Concordia

Ankunft in Genua: Die letzte Fahrt der Costa Concordia

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„Es ist der Moment der Dankbarkeit an das gesamte Team“, sagte Italiens Regierungschef Matteo Renzi, der die Ankunft des 290 Meter langen Schiffs mit Hunderten Zuschauern in Genua verfolgte. Dort soll der frühere Luxusliner, dessen Havarie 32 Menschen das Leben gekostet hatte, in den kommenden zwei Jahren verschrottet werden. Am Ende soll das alles mindestens 1,5 Milliarden Euro kosten.

Die "Costa Concordia" war am 13. Januar 2013 bei einem verfehlten Manöver vor der italienischen Insel Giglio auf Grund gelaufen, leck geschlagen und gekentert. 32 der 4,200 Menschen an Bord kamen bei dem Unglück ums Leben, darunter zwölf Deutsche.

Erst nach langer Vorbereitung gelang es, das Wrack mit Hilfe luftgefüllter Seitentanks wieder zum Schwimmen zu bringen. Die gesamte Bergung und Verschrottung des Ozeanriesen, die unter strenger Aufsicht der italienischen Behörden erfolgte, soll letztlich rund 1,5 Milliarden Euro kosten.

Das 2006 in einer Werft in Genua gebaute Schiff soll in den kommenden Monaten in seine Einzelteile zerlegt werden. Etwa 40.000 bis 50.000 Tonnen Stahl sollen an Metallhändler verkauft und eingeschmolzen werden.

Auch die Kabel, die Maschinen oder gewisse Möbel könnten weiterverwendet werden. Andere Einzelteile soll das Meeresmuseum von Genua übernehmen. Es wird erwartet, dass die knapp zweijährigen Abwrackarbeiten hunderte Menschen beschäftigen werden.

Von

afp

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