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20.04.2014

11:16 Uhr

Nach Lawinenunglück

Bergungsarbeiten am Mount Evererst ausgesetzt

Es ist das bislang schlimmste Unglück am höchsten Berg der Welt: Zwölf Lawinenopfer wurden geborgen, drei sind noch von den Schneemassen begraben - doch schlechtes Wetter behindert Suche nach den vermissten Sherpas.

Nicht weit von dieser Stelle wurden die Bergsteiger von der Lawine erfasst (Archivfoto). ap

Nicht weit von dieser Stelle wurden die Bergsteiger von der Lawine erfasst (Archivfoto).

KathmanduZwei Tage nach dem schweren Lawinenunglück am Mount Evererst ist die Suche nach den drei Vermissten wegen schlechten Wetters unterbrochen worden. Es sei zu bewölkt und zu windig, sagte ein Vertreter des Tourismusministeriums in der Hauptstadt Kathmandu, Dipendra Paudel, am Sonntag. "Wir wollen keine weiteren Menschenleben aufs Spiel setzen", fügte er hinzu. Die Suche solle fortgesetzt werden, sobald das Wetter wieder aufklare.

Die nepalesischen Bergführer waren am Freitagmorgen auf 5800 Metern Höhe im sogenannten Popcorn-Feld verschüttet worden, das auf der Route zum tückischen Khumbu-Eisfall liegt. Sie hatten Zelte, Seile und Lebensmittel dabei, um eine Route zum Gipfel des Everest vorzubereiten - denn Ende April beginnt die Bergsteiger-Saison im Himalaya.

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Hoffnung auf Überlebende der Lawine am Mount Everest gibt es nicht - zu harsch sind die Bedingungen am Berg. Die meisten Opfer sind inzwischen geborgen, nach drei Männern wird noch gesucht.

Am Freitag wurden nach Behördenangaben sieben Sherpas gerettet und zunächst zwölf Leichen geborgen. Am Samstag wurde eine weitere Leiche aus den Schnee- und Eismassen geholt. Drei Männer werden noch vermisst. Die Rettungskräfte haben jedoch keine Hoffnung mehr, noch Überlebende zu finden. Es handelt sich um das bislang schlimmste Unglück am höchsten Berg der Welt.

Der Mount Everest ist 8848 Meter hoch. Jährlich versuchen hunderte Bergsteiger aus aller Welt den strapaziösen Aufstieg zum "Dach der Welt". Seit der Erstbesteigung durch Edmund Hillary und Tenzing Norgay 1953 kamen dabei bereits mehr als 300 Menschen ums Leben, die meisten von ihnen waren Sherpas.

Der Unfall vom Freitag unterstreicht die Gefahr, der die einheimischen Bergführer ausgesetzt sind, wenn sie sich vor Saison-Beginn zur Reparatur von Leitern und zum Befestigen von Seilen auf die mächtigen Berge begeben. Um den Andrang zu bewältigen und das Risiko zu verringern, beschlossen die Behörden, die Zahl der Seile an den Gletschern unterhalb des Gipfels zu verdoppeln. An den Basislagern sorgen seit Anfang April Soldaten und Polizisten für Ruhe und Ordnung - im vergangenen Jahr hatten sich Sherpas und europäische Alpinisten eine Prügelei geliefert.

Von

afp

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