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10.10.2012

10:11 Uhr

Nach Messer-Angriff

Prozess gegen mutmaßlichen Salafisten beginnt

Bei einer Demonstration gegen eine Kundgebung der rechtsextremen Gruppe Pro NRW wurden Polizisten mit einem Messer schwer verletzt. Nun steht der mutmaßliche Täter vor Gericht. Er kommt aus der salafistischen Szene.

Am 5. Mai wurden zwei Polizisten in Bonn bei einem Messerangriff verletzt. dpa

Am 5. Mai wurden zwei Polizisten in Bonn bei einem Messerangriff verletzt.

Bonn Gut fünf Monate nach der Messerattacke auf Polizeibeamte in Bonn hat am Mittwoch vor dem Bonner Landgericht der Prozess gegen einen mutmaßlichen Salafisten begonnen. Der 26-Jährige soll bei Ausschreitungen von Salafisten am 5. Mai einen Polizisten und dessen Kollegin mit Messerstichen im Oberschenkelbereich schwer verletzt haben. Die Tat beging er laut Anklage bei einer Demonstration gegen eine Kundgebung, bei der die rechte Gruppe Pro NRW Mohammed-Karikaturen gezeigt hatte.

Bei den damaligen Zusammenstößen zwischen Demonstranten aus dem salafistischen Umfeld und der Polizei waren insgesamt 29 Beamte verletzt worden, 109 Menschen wurden vorläufig festgenommen. Die beiden von dem Messerstecher verletzten Beamten mussten mehrere Tage im Krankenhaus behandelt werden.

Der 26-jährige Angeklagte hatte vor dem Haftrichter die Messerstiche zugegeben, eine Tötungsabsicht aber bestritten. Die Anklage legt ihm schweren Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte zur Last. Bei einer Verurteilung droht ihm eine Höchststrafe von zehn Jahren Haft.



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